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Intralogistik

Kontakt

Sebastian Stoll
Programm Manager Wasserstoff & Brennstoffzelle, Ansprechpartner für Intralogistik & Stromversorgung kritischer Infrastrukturen

Intralogistik


Durch den Einsatz von Brennstoffzellen ergeben sich zahlreiche betriebliche Vorteile in der Intralogistik beispielsweise für Produktions- oder Handelsbetriebe. Unter anderem sind wesentliche Produktivitätssteigerungen, kürzere Betankungszeiten, ein geringerer Platzbedarf der Wasserstoffinfrastruktur im Vergleich zu Batteriewechselstationen sowie die Eliminierung von Stromlastspitzen möglich. Auch bei der Bewegung schwerer Lasten wie etwa in der Hafenlogistik oder am Flughafen weisen Brennstoffzellen erhebliche Vorteile auf.

Ziel im NIP ist es, ein Angebot an marktfähigen, ausreichend integrierten Brennstoffzellen für die wesentlichen Gerätekategorien zu schaffen. Im Rahmen dessen bedarf es der Entwicklung, Erprobung, technischen Validierung und Markteinführung hocheffizienter intralogistischer Transportsysteme auf Basis speziell entwickelter Brennstoffzellentechnologie.

Die Alltagstauglichkeit von kleineren Flurförderzeugen mit Brennstoffzellenantrieb in Flottenanwendungen wurde im Rahmen des NIP erfolgreich demonstriert. Aktuell fehlt es jedoch noch an Auswahlmöglichkeiten bei den Brennstoffzellensystemen, unter anderem befindet sich kein europäischer Akteur mit nennenswerten Stückzahlen am Markt. Weitere F&E-Arbeiten unter der Leitung des NIP sollen die für eine technische und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie notwendige Anbieterstruktur schaffen.

Schwere Geräte mit mehr als fünf Tonnen Nutzlast benötigen hingegen leistungsstärkere Brennstoffzellen und haben unter anderem für Applikationen im Flughafen- oder Hafenumfeld ein großes ökologisches und wirtschaftliches Potential. Durch die Aktivitäten im Rahmen des NIP soll die Verfügbarkeit dieser Anwendungen verbessert und somit die Möglichkeit zur vollständigen Dekarbonisierung von Logistikaufgaben geschaffen werden. Zusätzlich kann der Einsatz von brennstoffzellenbasierten Intralogistikanwendungen als Ermöglicher fungieren, bspw. für den Einstieg in eine H2-basierte Luft- und Schifffahrt.

Flurförderzeuge können innerhalb von drei bis fünf Minuten im Außen- und im Innenbereich betankt werden. Die Zuführung des Wasserstoffs kann über Leitungen auf dem Dach oder unterirdisch erfolgen. Wasserstoff kann in Bündeln oder Spezialaufliegern angeliefert werden, perspektivisch auch per Pipeline, oder per Elektrolyse vor Ort erzeugt werden. Synergieeffekte mit der Wasserstoffnutzung in der Distributionslogistik (NFZ) oder der Produktion von Industriebetrieben können sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirken.

Querverweis Cluster-Aktivitäten:

Die Aktivitäten des NIP umfassen die Senkung von Markteintrittsbarrieren durch anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung, unter anderem hinsichtlich Standardisierung, Normung und Digitalisierung. Diese Aktivitäten werden durch bestehende Akteursnetzwerke unterstützt: Aus der Industrie heraus wird die Intralogistik mit Wasserstoff und Brennstoffzellen im Rahmen des geförderten Innovationsclusters Clean Intralogistics Net (CIN) vorangetrieben.