Keine Bewegung ohne Energiezufuhr. Eine Binsenweisheit. Wer unterwegs ist, möchte sicher sein, Energie nachladen zu können. Die Elektromobilität braucht folglich eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Geplant wird sie mit dem StandortTOOL. Für finanzielle Anreize sorgt die Förderung. Forschung begleitet den Ausbau, entsprechend besteht eine Berichtspflicht über geförderte Ladestationen.

Mobilität ohne Emissionen braucht alternative Antriebe und Kraftstoffe, die jederzeit bequem verfügbar sind. Für die weitere Verbreitung der Elektromobilität in Deutschland sind ausreichende und benutzerfreundliche Ladestationen notwendig. Viele Menschen werden sich nur dann ein Elektrofahrzeug anschaffen, wenn sie dies in einem akzeptablen Zeitraum und räumlicher Nähe laden können.

Im Auftrag des BMVI koordiniert und steuert die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH die Aktivitäten zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Sie unterstützt beim Planen, Umsetzen und Fördern der Ladeinfrastruktur. Dabei hat sie das Gesamtsystem aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Ladeinfrastruktur und die Nutzerinnen und Nutzer immer im Blick. Das Ziel: Einfach laden.

Nach sechs Förderaufrufen endet 2020 die aktuelle Förderrichtlinie für öffentliche Ladeinfrastruktur des BMVI.

In deren Rahmen wurde ein Fördervolumen in Höhe von 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Leitstelle sammelt unter anderem mit der Plattform OBELIS  Daten aus den in dieser Förderrichtlinie geförderten Ladepunkten und wertet diese aus. Diese Informationen fließen in künftige Förderprogramme und die Arbeit der Bundesregierung und der Nationalen Plattform Mobilität (NPM) mit ein.

Insgesamt wurden 7.220 Anträge gestellt. Bisher (Stand September 2020) wurden bereits Anträge für insgesamt rund 26.000 Ladepunkte bewilligt, davon gut 7.400 Schnellladepunkte. Gut 10.500 der geförderten Ladepunkte sind bereits in Betrieb.

In Zukunft soll die nächste Schnellladestation in 10 Minuten mit dem Elektroauto erreichbar sein, so lautet eines der Ziele der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Aktuell wird die Neuauflage der Förderrichtlinie für öffentliche Ladeinfrastruktur erarbeitet und abgestimmt. Auch in Zukunft soll sowohl Normal- als auch Schnellladeinfrastruktur Gegenstand der Förderung sein, so dass alle Szenarien der Nutzung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum adressiert werden. Für das Frühjahr 2021 ist der nächste Förderaufruf geplant.

Ein Großteil der Ladevorgänge wird auch mittelfristig nicht-öffentlich stattfinden, sondern zu Hause oder beim Arbeitgeber. Dem wird die neue Förderrichtlinie Private Ladeinfrastruktur gerecht, in deren Rahmen das BMVI ein Fördervolumen von 200 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

Damit ermöglicht das BMVI dadurch erstmals die Förderung von privat genutzten Ladestationen für Haus- und Wohnungsbesitzer, Mieter und Vermieter beziehungsweise Vermietergesellschaften. Diese können bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine pauschale Förderung von 900 Euro für den Erwerb einer Ladestation inklusive der Kosten der Installation beantragen. Die Antragsstellung erfolgt über die Website der KfW.

Die Leitstelle hat die Ausarbeitung und Koordinierung der Förderrichtlinie maßgeblich unterstützt und wird den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur begleitend analysieren.

Um den Bedarf für die Mittel- und Langstreckenmobilität an Fernstraßen und in stark verdichteten und urbanen Gebieten zu decken, wird der Bund ein deutschlandweites Schnellladenetz mit 1000 Standorten ausschreiben. Jeder der Ladepunkte muss mindestens 150 kW Leistung verfügbar machen. Damit wird es möglich, auch in diesen Fällen den Akku zügig ausreichend aufzuladen.

Der Schritt von der Förderung zur Ausschreibung stellt dabei einen Paradigmenwechsel dar. Bisher wurde der Aufbau von Ladepunkten über das Förderprogramm Ladeinfrastruktur vorangetrieben. Dieses alleine ist jedoch nicht geeignet, um den ausreichenden Aufbau von Ladepunkten für ein deutschlandweites Schnellladenetz zu gewährleisten. Derzeit arbeitet das BMVI gemeinsam mit der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur an dem neuen Finanzierungsansatz.

Vergangene Förderaufrufe

Begleitforschung im Programm Ladeinfrastruktur

Die überregionale Begleitforschung Ladeinfrastruktur soll in den kommenden Jahren nunmehr belastbare wissenschaftliche, technische wie auch ökonomische Erkenntnisse zur Ladeinfrastruktur generieren und dem Thema somit einen weiteren spürbaren Schub geben. Dies dient auch der noch effizienteren und zielgerichteten Umsetzung von Fördermaßnahmen für Ladeinfrastruktur.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Begleitforschung Ladeinfrastruktur liegen im Monitoring der Betriebs- und Stammdaten aus der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur, den technischen Fragestellungen, der Untersuchung unterschiedlicher Ladeszenarien sowie der Erarbeitung und Bewertung strategischer Ansätze zum flächendecken Ausbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur. Des Weiteren soll eine Prognose über den Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur für den Zeitraum nach 2025 erarbeitet werden.

In der Begleitforschung erfolgt dabei eine enge Abstimmung mit den Erkenntnissen, die das Standort-Tool für Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe generiert.

Berichtspflicht im Rahmen
der Förderung

Die Förderung von Ladestationen im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur ist an eine Pflicht zur Berichterstattung gebunden. Diese umfasst die Meldung der Inbetriebnahme aller geförderten Ladestationen sowie die Übermittlung von Halbjahresberichten während der sechsjährigen Mindestbetriebsdauer der Stationen. Die Daten werden im Rahmen der Begleitforschung Ladeinfrastruktur ausgewertet, um Erkenntnisse aus der Analyse des Status quo in die zukünftige Gestaltung des Ladeinfrastrukturausbaus einfließen zu lassen.

Die Inbetriebnahme von geförderten Ladestationen muss über ein Inbetriebnahme-Protokoll belegt werden. Eine mögliche Vorlage für das Inbetriebnahme-Protokoll steht auf der Webseite der Bundesnetzagentur zum Download zur Verfügung.

Zur Erfüllung der Berichtspflicht übermitteln die Zuwendungsempfänger ab Inbetriebnahme der geförderten Ladestationen zweimal jährlich Informationen zum Standort, der Ausstattung und Nutzung der geförderten Ladestationen in Form von Halbjahresberichten.

Berichtsfristen:

1. August (für den Berichtszeitraum 01. Januar – 30. Juni)
1. Februar (für den Berichtszeitraum 01. Juli – 31. Dezember)

Welche Daten innerhalb der Halbjahresberichte abgefragt werden, können Sie in der PDF-Datei Datenabfrage Halbjahresberichte einsehen.

Die Übermittlung der Inbetriebnahme-Protokolle und der Halbjahresberichte erfolgt seitdem ausschließlich über die Online-Plattform OBELIS, die Sie über diesen Link erreichen: obelis.now-gmbh.de

Keine Bewegung ohne Energiezufuhr. Eine Binsenweisheit. Wer unterwegs ist, möchte sicher sein, Energie nachladen zu können. Die Elektromobilität braucht folglich eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Geplant wird sie mit dem StandortTOOL. Für finanzielle Anreize sorgt die Förderung. Forschung begleitet den Ausbau, entsprechend besteht eine Berichtspflicht über geförderte Ladestationen.

Mobilität ohne Emissionen braucht alternative Antriebe und Kraftstoffe, die jederzeit bequem verfügbar sind. Für die weitere Verbreitung der Elektromobilität in Deutschland sind ausreichende und benutzerfreundliche Ladestationen notwendig. Viele Menschen werden sich nur dann ein Elektrofahrzeug anschaffen, wenn sie dies in einem akzeptablen Zeitraum und räumlicher Nähe laden können.

Im Auftrag des BMVI koordiniert und steuert die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH die Aktivitäten zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Sie unterstützt beim Planen, Umsetzen und Fördern der Ladeinfrastruktur. Dabei hat sie das Gesamtsystem aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Ladeinfrastruktur und die Nutzerinnen und Nutzer immer im Blick. Das Ziel: Einfach laden.

Nach sechs Förderaufrufen endet 2020 die aktuelle Förderrichtlinie für öffentliche Ladeinfrastruktur des BMVI.

In deren Rahmen wurde ein Fördervolumen in Höhe von 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Leitstelle sammelt unter anderem mit der Plattform OBELIS  Daten aus den in dieser Förderrichtlinie geförderten Ladepunkten und wertet diese aus. Diese Informationen fließen in künftige Förderprogramme und die Arbeit der Bundesregierung und der Nationalen Plattform Mobilität (NPM) mit ein.

Insgesamt wurden 7.220 Anträge gestellt. Bisher (Stand September 2020) wurden bereits Anträge für insgesamt rund 26.000 Ladepunkte bewilligt, davon gut 7.400 Schnellladepunkte. Gut 10.500 der geförderten Ladepunkte sind bereits in Betrieb.

In Zukunft soll die nächste Schnellladestation in 10 Minuten mit dem Elektroauto erreichbar sein, so lautet eines der Ziele der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Aktuell wird die Neuauflage der Förderrichtlinie für öffentliche Ladeinfrastruktur erarbeitet und abgestimmt. Auch in Zukunft soll sowohl Normal- als auch Schnellladeinfrastruktur Gegenstand der Förderung sein, so dass alle Szenarien der Nutzung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum adressiert werden. Für das Frühjahr 2021 ist der nächste Förderaufruf geplant.