Förderrichtlinie/ Förderaufrufe

Eine wesentliche Voraussetzung für die Verbreitung der Elektromobilität in Deutschland sind ausreichende und benutzerfreundliche Ladestationen. Viele Menschen werden sich nur dann ein Elektrofahrzeug anschaffen, wenn sie den Strom in einem akzeptablen Zeitraum und in räumlicher Nähe tanken können. Folglich unterstützt die „Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ den bundesweiten Aufbau eines bedarfsgerechten Netzes von Ladestationen.

Auch die EU verpflichtet die Mitgliedstaaten in ihrer Richtlinie über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (Alternative Fuels Infrastructure Directive -AFID) zu einem flächendeckenden und ausgewogenen Aufbau von Ladeinfrastruktur. Dazu haben die Mitgliedstaaten bis November 2016 Nationale Strategierahmen (NSR) entwickelt. Eine wesentliche Maßnahme zur Unterstützung des Markhochlaufs der Elektromobilität ist der Ausbau ausreichender und nutzerfreundlicher Ladeinfrastruktur.

Um schnelles und unkompliziertes Laden entsprechend der Bedürfnisse der Nutzer zu gewährleisten, wird über die Förderrichtlinie der bundesweite Bau von DC-Schnellladestationen forciert. Darüber hinaus unterstützt das BMVI den Ausbau von AC-Normalladestationen, im Sinne des Zwischendurchladens, an Standorten an denen Nutzer länger parken. Die Summe der genannten Bemühungen soll eine flächendeckende und bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Fahrzeuge in Deutschland sicherstellen. Dabei soll auch die Etablierung eines dynamischen Markts angetrieben werden, der bereits vorhandene Ladeinfrastruktur berücksichtigt und durch einen funktionierenden Wettbewerb zwischen Anbietern von Ladeinfrastruktur im gesamten Bundesgebiet charakterisiert ist.

Zur genannten Förderrichtlinie hat das BMVI bereits zwei Aufrufe veröffentlicht. Mit dem letzten Aufruf wurde die Errichtung von bis zu 12.000 Normal- und 1.000 Schnellladepunkten gefördert. Dafür wurden rund 100 Millionen Euro bereitgestellt. Die Förderung adressierte private Investoren sowie Städte und Gemeinden.

Nach Abschluss des ersten Förderaufrufs, ist nun eine Zwischenbilanz der Antragsbearbeitung sowie eine Gesamtliste der bis dato bewilligten Zuwendungsempfänger online einsehbar. Entsprechende Informationen entnehmen sie folgendem Link: http://www.bmvi.de/DE/Themen/Mobilitaet/Elektromobilitaet/Ladeinfrastruktur/Ladeinfrastruktur.html

Am Montag, den 30.10.2017 um 16:00 Uhr endete die Frist für den zweiten Aufruf zur Antragseinreichung gemäß der "Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland". Das Förderportal des Bundes easy-online wurde für diesen Förderaufruf zeitgleich geschlossen. Zurzeit ist noch nicht bekannt, wann der nächste Förderaufruf erfolgen wird.