Es gibt Bereiche, die sollten immer unter Strom stehen – und das ist fast wortwörtlich gemeint. Stromversorgung ohne Unterbrechung ist beispielsweise in Teilen der Industrie relevant und Notstromanlagen sollten jederzeit von jetzt auf gleich Energie liefern, egal wo sie stehen. Eine zunehmend digitale Welt muss sich darauf verlassen können. Brennstoffzellensysteme bieten das Erforderliche.

Brennstoffzellensysteme stehen heute als Netzersatzanlagen und für die unterbrechungsfreie Stromversorgung in verschiedenen Leistungsbereichen zur Verfügung. Das Spektrum reicht von großen Modulen mit mehreren hundert Kilowatt Leistungen bis zu kleinen Anlagen im niedrigen Wattbereich. So unterschiedlich ihre Größe, so verschieden sind die möglichen Einsatzgebiete, zumal die umweltschonenden Effekte in jeder Größenordnung zum Tragen kommen.

Clean Power Net – ein starkes Bündnis

Die im Jahr 2010 gegründete strategische Partnerschaft  Clean Power Net (CPN) umfasst 21 Akteure aus Industrie und Forschung. Nach zahlreichen erfolgreichen Demonstrationsprojekten befasst sich das Netzwerk aktuell mit der Markteinführung von umweltfreundlichen Brennstoffzellenapplikationen für Industrie und Business. Ein stetiger Erfahrungsaustausch zwischen Anwendern und Systemherstellern unter der Einbindung wissenschaftlicher Einrichtungen sorgt dafür, dass Synergien gehoben und Probleme gezielt adressiert werden. Das CPN wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) als Innovationscluster gefördert. Das unterstreicht noch einmal die Bedeutung der Technologie für das Anwendungsgebiet netzferner und unterbrechungsfreier Stromversorgung.

Brennstoffzellen als Netzersatz-anlagen im BOS-Digitalfunk

Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ist vor allem in kritischen Infrastrukturen wie dem Digitalfunk der „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ (BOS) unabdingbar. Brennstoffzellen-Netzersatzanlagen (BZ-NEA) stellen in immer mehr Regionen Deutschlands die Notstromversorgung von Digitalfunkstandorten. Äußerst umweltfreundliche Betriebsbedingungen und eine unkomplizierte und kostengünstige Fernwartung machen das Netzersatzanlagen-System für die Anwendung in der Praxis attraktiv. Eine zusätzliche Kostenersparnis resultiert aus der fast unbegrenzten Haltbarkeit von Wasserstoff, sodass im Unterschied zu Dieselsystemen auch bei längeren Standzeiten kein Kraftstoffwechsel vorgenommen werden muss. Insbesondere im Bereich der Notstromversorgung mit typischerweise geringen Einsatzzeiten und höchsten Anforderungen an die Einsatzbereitschaft stellt dies einen wichtigen Vorteil des Systems Wasserstoff und Brennstoffzelle dar.

Im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) wurden durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) verschiedene Projekte gefördert, deren Ziel die Demonstration des Reifegrades der Brennstoffzellentechnologie unter klimatisch und technisch anspruchsvollen Bedingungen und bei erschwerter Zugänglichkeit war.

In Brandenburg ermöglichen 115 Anlagen bereits seit 2013 eine zuverlässige Notstromversorgung des BOS-Netzes. 35 Brennstoffzellensysteme wurden im BOS-Funk in Baden-Württemberg implementiert.

Auch in Bayern erfolgte eine Ausstattung von 44 Basisstationen des BOS-Digitalfunk-Netzes mit Brennstoffzellen-Netzersatzanlagen, die auf die erhöhten Anforderungen der voralpinen und alpinen Regionen des Freistaats ausgerichtet sind.

Nach erfolgreichem Abschluss dieser Demonstrationsphase wurde 2018 im Rahmen des NIP II ein Förderaufruf zur Marktaktivierung von Brennstoffzellensystemen „zur autarken Energieversorgung kritischer oder netzferner Infrastrukturen“, mit einem Fördervolumen von rund 5 Mio. € umgesetzt. Im Zuge dieses Förderaufrufs können in folgenden Bundesländern weitere 505 BOS-Basisstationen mit Brennstoffzellen-Netzersatzanlagen ausgestattet werden:

  • Baden-Württemberg: 200 Systeme
  • Bayern: 180 Systeme
  • Brandenburg: 56 Systeme
  • Hessen: 60 Systeme
  • Sachsen 9 Systeme

Im Rahmen des NIP besteht nach der Förderrichtlinie Marktaktivierung die Möglichkeit weitere Förderaufrufe im Bereich Brennstoffzellensysteme zur netzfernen und unterbrechungsfreien Stromversorgung durchzuführen.

Brennstoffzellen zur dezentralen Stromversorgung in Schwellenländern

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) unterstützt die NOW GmbH im Rahmen der BMU-Exportinitiative Umwelttechnologien (kurz EXI) Demonstrationsprojekte im Bereich  Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zur netzfernen/dezentralen Stromversorgung in Schwellenländern. Ziele dieser Aktivitäten sind Umweltschutz, Infrastrukturaufbau und Wertschöpfung vor Ort, aber auch die Marktöffnung für deutsche Technologieunternehmen die in diesem Bereich Expertise anbieten können.

Es gibt Bereiche, die sollten immer unter Strom stehen – und das ist fast wortwörtlich gemeint. Stromversorgung ohne Unterbrechung ist beispielsweise in Teilen der Industrie relevant und Notstromanlagen sollten jederzeit von jetzt auf gleich Energie liefern, egal wo sie stehen. Eine zunehmend digitale Welt muss sich darauf verlassen können. Brennstoffzellensysteme bieten das Erforderliche.

Brennstoffzellensysteme stehen heute als Netzersatzanlagen und für die unterbrechungsfreie Stromversorgung in verschiedenen Leistungsbereichen zur Verfügung. Das Spektrum reicht von großen Modulen mit mehreren hundert Kilowatt Leistungen bis zu kleinen Anlagen im niedrigen Wattbereich. So unterschiedlich ihre Größe, so verschieden sind die möglichen Einsatzgebiete, zumal die umweltschonenden Effekte in jeder Größenordnung zum Tragen kommen.