Elektromobilität mittels induktiver Ladetechnik („emil“) ist ein Forschungsprojekt der Braunschweiger Verkehrs-GmbH (Projektsteuerung, Linienbetrieb ÖPNV), gemeinsam mit Bombardier (Ladetechnik), BS|ENERGY (Energieversorgung) und der TU Braunschweig (Entwicklung und Projektbegleitung) zur Umsetzung der Elektromobilität im regulären Linienbetrieb des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Braunschweig.

Im März 2014 ging Deutschlands erster induktiv mit 200 kW geladener Elektrobus in den Passagierlinienbetrieb. Der Betrieb wurde auf der Linie M19 im Dezember 2014 durch vier 18-Meter-Elektro-Gelenkbusse ergänzt. Bis Ende 2016 haben die Elektrobusse in Braunschweig auf der jeweils 45 Minuten andauernden Linienfahrt insgesamt rund 230.000 Kilometer bei mehr als 22.000 kabellosen Ladezyklen im ganzjährigen regulären Betrieb absolviert.

Basierend auf der von Bombardier weiterentwickelten Technologie einer kontaktlosen Energieübertragung über Induktionsflächen unter der Straßenoberfläche, deren Grundlagen an der TU-Braunschweig maßgeblich entwickelt wurden, befreit das PRIMOVE System die Elektromobilität von ihren Beschränkungen durch Kabel und Stecker und lange Ladezeiten. Über in die Fahrbahn eingelassene Ladestationen und ein unter dem Fahrzeug montiertes Aufnahmepad können die Elektrobusse während der Linienfahrt an ausgewählten Haltestellen geladen werden – ohne dass dadurch der bestehende Fahrplan verändert wird. Wesentlich ist zudem die mit 200 kW Leistungsübertragung umgesetzte Schnellladung, was eine zum Dieselbus neutrale Fahrzeuganzahl bedeutet.

Förderkennzeichen
03EM0012

Partner Laufzeitbeginn Laufzeitende Fördersumme
Bombardier Transportation GmbH01.10.1031.03.133.686.562,00 €
3.686.562,00 €