Um den Bedarf für Mittel- und Langstreckenfahrten zu decken, schreibt der Bund ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und benutzungsfreundliches deutschlandweites Schnellladenetz mit 1000 Standorten aus – das Deutschlandnetz. Jeder der Ladepunkte muss mindestens 300 kW Leistung verfügbar machen. Damit wird es möglich, überall in Deutschland in wenigen Minuten einen Schnellladepunkt zu erreichen und in kurzer Zeit aufzuladen.

Die Errichtung und der Betrieb des Deutschlandnetzes werden im Rahmen von zwei getrennten Ausschreibungen vergeben:
  • Regionallose
  • bundesweite Lose an Autobahnen

In beiden Ausschreibungen ist ein flexibler Preiskorridor vorgesehen. Durch die Festlegung eines Preismodells für das Laden an den Standorten des Deutschlandnetzes soll sichergestellt werden, dass sich keine schädlichen Rückwirkungen auf den sich parallel entwickelnden Markt ergeben und Nutzerinnen und Nutzer gleichzeitig faire Preise vorfinden. Der Bereich des flexiblen Preiskorridors ist sowohl unter Betrachtung marktwirtschaftlicher Gesichtspunkte als auch klimapolitischer Aspekte gewählt worden.

Der Schritt von der Förderung zur Ausschreibung ist ein Paradigmenwechsel bei der staatlichen Unterstützung des Ausbaus von Ladeinfrastruktur in Deutschland. Zusätzlich zu den Förderprogrammen des BMVI für öffentliche und nicht-öffentliche Ladeinfrastruktur existiert damit nun ein Ansatz, in dem für die Gewinner des Ausschreibungsverfahrens Aufbau und Gewährleistung des Betriebs der Ladepunkte vertraglich verpflichtend sind. Die Bewertungskriterien umfassen Kosten, Konzept und Kundenfreundlichkeit.

Eine interaktive Karte mit den 900 Suchräumen der Regionallose des Deutschlandnetzes und weiteren zentralen Infos zur Ausschreibung gibt es unter www.deutschlandnetz.de