Wichtiger Bestandteil des Maßnahmenpakets des BMVI aus dem Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge ist neben der Anpassung des regulatorischen Rahmens die Förderung von Investitionen in Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sowie in Tank- und Ladeinfrastruktur. Der aktuelle Förderaufruf konzentriert sich auf Machbarkeitsstudien für entsprechende Investitionsmaßnahmen.

Die Verbreitung klimafreundlicher Nutzfahrzeuge trägt zur Senkung der Treibhausgasemissionen in diesem Fahrzeugsegment und damit zur Erreichung des Klimaschutzziels im Straßengüterverkehr bei. Vor diesem Hintergrund zielt die „Richtlinie zur Förderung von Nutzfahrzeugen mit alternativen, klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur“ (KsNI) darauf ab, den Markthochlauf von emissionsarmen und -freien Nutzfahrzeugen zu beschleunigen, indem finanzielle Mehrkosten bei der Anschaffung entsprechender Fahrzeuge abgefedert werden.

Mit der Förderrichtlinie wird die Beihilfeintensität mit einer Förderquote von 80 % gegenüber früheren Förderprogrammen deutlich angehoben und mit einer Laufzeit bis zunächst Ende 2024 eine langfristige Perspektive und damit Planungssicherheit geschaffen. Der Fokus des Förderprogramms liegt auf den im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung genannten Technologien: Batterie, Brennstoffzelle sowie hybride Oberleitungsantriebe.

Antragsberechtigt sind gewerbliche und kommunale Unternehmen sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, eingetragene Vereine und Leasing- oder Mietgeber.

Mit der Richtlinie unterstützt das BMVI die Beschaffung von Nutzfahrzeugen mit Batterie oder Brennstoffzelle der EG-Fahrzeugklassen N1, N2 und N3 sowie die Beschaffung von Plug-In Hybrid- und Oberleitungshybridelektrofahrzeuge der EG- Fahrzeugklasse N3. Gefördert werden auch straßenzugelassene Sonderfahrzeuge analog zu den für Nutzfahrzeuge genannten Kategorien. Ebenso förderfähig ist die Anschaffung von umgerüsteten Diesel-Fahrzeugen der EG-Fahrzeugklassen N2 und N3 auf Elektroantrieb (Batterie bzw. Brennstoffzelle). Darüber wird die für den Betrieb der beantragten Nutzfahrzeuge notwendige Tank- und Ladeinfrastruktur gefördert.

Mit der Förderung von Machbarkeitsstudien schafft die Förderrichtlinie die Möglichkeit, die Beschaffung von klimafreundlichen Nutzfahrzeugen und der für den Betrieb notwendigen Tank- und Ladeinfrastruktur systematisch vorzubereiten und offene Fragen zu dem Einsatz und/oder zu der Integration von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben in den eigenen Fuhrpark zu klären.

Der Förderaufruf konzentriert sich auf die Erstellung von Machbarkeitsstudien zu Einsatzmöglichkeiten von klimafreundlichen Nutzfahrzeugen sowie der Errichtung bzw. Erweiterung entsprechender Infrastruktur in Höhe von 50 % der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben.

Antragsfrist ist der 27. September 2021

Bis zum Ende des Jahres 2024 stellt das BMVI insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro für die „Förderung der Anschaffung klimafreundlicher Nutzfahrzeuge“ sowie rund 7 Milliarden Euro für den „Aufbau der Tank- und Ladeinfrastruktur“ (Pkw und Lkw) bereit. Neben weiteren Maßnahmen des BMVI zur Förderung der Elektromobilität wird auch diese neue Förderrichtlinie aus den zwei genannten Haushaltstiteln gespeist.