Nutzende erhalten genau die Informationen, die für ihre Region von Bedeutung sind: der aktuelle Bestand und der zukünftige Bedarf öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur vor Ort. Hierfür wird einfach der Name der jeweiligen Kommune oder der amtliche Regionalschlüssel (ARS) auf der Startseite eingegeben, darauf folgt eine individuelle Auswertung.
Ein Beispiel: Im Jahr 2025 ist in der Stadt Görlitz genügend Ladeinfrastruktur vorhanden: Mit 2,6 Megawatt installierter Ladeleistung ist der aktuelle Bedarf vollständig gedeckt – Bedarfsdeckung: 100 %. Wird das Ladenetz vor Ort jedoch nicht weiter ausgebaut, liegt sie im Jahr 2035 nur noch bei 22 %. Weitere 8,9 Megawatt Ladeleistung müssten installiert werden – etwa das 3,5-fache im Vergleich zu heute. Denn dann werden hochgerechnet rund 82.300 Elektrofahrzeuge im Landkreis unterwegs sein. Als Umsetzungsoptionen wird der Aufbau von 580 Normalladepunkten oder 77 Schnellladepunkten (HPC) vorgeschlagen, die auch den Bedarf 2035 decken würden. Eine solche Auswertung kann über die neue Webseite für jede Kommune in Deutschland vorgenommen werden.
Alle TOOLs an einem Ort
Auf der Webseite ist zudem die TOOLBox der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur zu finden mit praktischen Werkzeugen, die Kommunen beim Ausbau von Ladeinfrastruktur vor Ort passgenau und datenbasiert unterstützen. Dazu zählen das StandortTOOL, das FlächenTOOL und das LadeLernTOOL.
Johannes Pallasch, Leiter und Sprecher der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur: „Insgesamt ist die Ladeinfrastruktur in Deutschland aktuell gut aufgestellt – doch mit dem anhaltenden Hochlauf der Elektromobilität und dem Übergang in den Massenmarkt wächst der Bedarf weiter. Damit auch Menschen ohne eigene Lademöglichkeit – etwa in innerstädtischen Wohnquartieren – zuverlässig laden können, muss der Ausbau flächendeckend und bedarfsgerecht voranschreiten. Mit unserer neuen Webseite und den kostenfreien, leicht verständlichen Werkzeugen unterstützen wir Kommunen dabei, die passende Infrastruktur zu planen und umzusetzen – praxisnah, fundiert und mit dem notwendigen Know-how.“
TOOLBox mit kostenlosen Werkzeugen für den Ladeinfrastrukturaufbau
Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur hat drei digitale Werkzeuge entwickelt, die u.a. Kommunen beim Planen und Umsetzen von Ladeinfrastruktur unterstützten – in der TOOLBox sind sie zusammengefasst. Registrierung und Nutzung sind kostenfrei.
- Das LadeLernTOOL ist eine E-Learning-Plattform, die praxisnahes Wissen für den bedarfsgerechten Aufbau von Ladeinfrastruktur vor Ort vermittelt.
- Über das FlächenTOOL können potenzielle Standorte für den Aufbau von Ladeinfrastruktur ganz einfach angeboten oder gefunden werden. Kommunen oder andere Inhaber von Liegenschaften können geeignete Flächen in das Tool eintragen, die hierdurch bei einer Vielzahl von Ladesäulenbetreibern beworben werden.
- Das StandortTOOL ist das Planungsinstrument für eine deutschlandweite Ladeinfrastruktur. Es unterstützt bei der Ausbauplanung vor Ort und stellt Informationen zu Bedarf, Ist-Zustand und Ausbauaktivitäten zur Verfügung.
Hier geht es zur TOOLBox-Webseite




