Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Mit der Förderung klimafreundlicher Antriebe im öffentlichen Nahverkehr setzen wir gezielt Impulse für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität. Die REVG geht hier engagiert voran. Wir unterstützen den Umstieg auf emissionsfreie Busse mit 7,48 Millionen Euro.“
Täglich bringt die REVG Fahrgäste zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt oder zu deren Freizeitaktivitäten. Hierfür legen jährlich über 270 eingesetzte Linienbusse der REVG und Auftragsunternehmen im Rhein-Erft-Kreis 9,2 Millionen Fahrplankilometer zurück. Durch den Einsatz der 26 komplett emissionsfreien Wasserstoffbusse, die die bisherigen Diesel-Omnibusse im Fuhrpark der REVG ersetzen, werden klimaschädliche Treibhausgase eingespart. Im Vergleich zum Einsatz herkömmlicher Dieselbusse sind das jährlich rund 1 500 Tonnen CO2.
Wasserstofftankstelle auf dem Betriebshof
Die Betankung erfolgt auf dem REVG-Betriebsgelände an der im Oktober 2024 errichteten Wasserstofftankstelle. Diese wird mit ausschließlich grünem Wasserstoff beliefert. „Mit dem grünen Wasserstoff erfüllen wir die Anforderungen des Bundesministeriums zur Förderung der Fahrzeugbeschaffung. Die Tankstelleninfrastruktur sichert uns die Betriebsbereitschaft der Fahrzeuge an 24 Stunden und sieben Tagen in der Woche. Wasserstofftankstelle und -versorgung kommen von der Messer Group, dem Spezialist für Industrie-, Medizin- und Spezialgase“, erklärt REVG-Geschäftsführer Walter Reinarz.
Gregor Golland, Aufsichtsratsvorsitzender der REVG, betont: „Die Entscheidung für die Wasserstofftechnologie basiert auf einer Machbarkeitsstudie und einem zukunftsorientierten strategischen Ansatz. Wir als Aufsichtsrat stehen hinter der technologischen Erneuerung und begrüßen die nachhaltige Entwicklung unseres Verkehrsunternehmens.“
REVG ist weiterhin technologieoffen
Die Beschaffungsstrategie der REVG sieht eine sorgfältige Abwägung zwischen technologischer Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkungen vor. Zukunftsgerichtet erklärt REVG-Geschäftsführer Martin Gawrisch: „Ob Wasserstoff langfristig der zentrale Energieträger sein wird, bleibt offen – doch wir werden weiterhin den Einsatz von Fahrzeugen mit alternativen Kraftstoffen anstreben.“
Die Umstellung eines Teils der Busflotte auf Wasserstoff wird vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) im Rahmen der Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr mit insgesamt 7,488 Mio. Euro gefördert. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.
Bild v. l.: Benedikt Glorius, Spedition Rheinland Hilde Freund GmbH & Co. KG , Andreas Noky, Messer SE & Co. KGaA, Gregor Golland MdL (Vorsitzender des Aufsichtsrats der REVG), REVG-Geschäftsführer Walter Reinarz, Christian Goll, Geschäftsführer der Solaris Bus Deutschland GmbH, Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Regina Böhmer (Vorsitzende der REVG-Gesellschafterversammlung), REVG-Geschäftsführer Martin Gawrisch, Alexander Döres, Spedition Rheinland Hilde Freund GmbH & Co. KG.
Quelle: REVG




