Das Ziel von ROCIN-ECO ist die Entwicklung und Demonstration einer interoperablen, standardisierten, automatisierten Ladelösung mit Hilfe eines Roboters.

Da die automatisierte Ladelösung sowohl mit der Ladeinfrastruktur als auch mit E-Fahrzeugen vollständig interoperabel sein muss, kann der Erfolg nur mit einem kohärenten, integrierten Ansatz erreicht werden, der Standardisierungsaktivitäten während des gesamten Projekts umfasst.

Die Realisierung wird die einzige herstellerunabhängige Lösung sein, die einen starken Fokus auf Nicht-Diskriminierung und Standardisierung legt. Der praxisorientierte Ansatz unter Berücksichtigung öffentlicher Anwendungsfälle sowie eine sichere Soft-Roboter-Technologie und hohe Ladeleistung heben ROCIN-ECO von anderen Projekten ab.

Unter Berücksichtigung zahlreicher Aspekte für automatisiertes Laden ist der Anspruch, die optimale Technologie zu finden, die eine sorgenfreie Mobilität in ganz Europa ermöglicht.

Das Forschungsprojekt ROCIN-ECO hat das Ziel, die weltweit erste nicht-proprietäre, herstellerunabhängige, vollautomatische, benutzerfreundliche und effiziente Schnellladelösung zu entwickeln. Um dies zu erreichen, sollen die Anforderungen an das automatisierte Laden in Normen und Standards überführt werden, weswegen das Konsortium in nationalen, europäischen und internationalen Gremien aktiv vertreten ist. Dabei sind die Anforderungen an das System, insbesondere an die Kommunikationsschnittstellen zwischen Roboter, Ladestation und Fahrzeug, ein zentraler Bestandteil des Projekts. Diese werden anhand von User-Requirements, Use-Cases und technischen Anforderungen definiert, als praktikable Mindestanforderungen festgelegt und in Normungsgremien vorgeschlagen. Da das System im öffentlichen Raum aufgestellt wird und somit in unmittelbarer Nähe zum Menschen arbeitet, ist das Sicherheitskonzept ein wichtiger Bestandteil. Die Lösung besteht aus einem Roboter-Ladegerät, dass das Ladekabel autonom handhabt und an ein Elektrofahrzeug anschließt. Weitere essentielle Komponenten des ROCIN-ECO Systems sind optimierte HPC Kabel, automatisierte Ladeklappen auf der Fahrzeugseite und Schnittstellen zwischen den Teilen im Ecosystem. An Hand der festgelegten Anforderung werden die einzelnen Komponente entsprechend weiterentwickelt und dieses dann in Form eines Demonstrators/Prototypen auf einen für alle Automobil-OEMs geöffneten Testgelände getestet. Diese bahnbrechende Innovation reduziert die Ladezeiten für EVs mit hoher Leistung um 15 %, indem sie durch menschliche Faktoren verursachte Zeitverluste eliminiert, wovon sowohl die Fahrer der EVs als auch die Betreiber der Ladepunkte profitieren. Durch die Offenheit und Herstellerunabhängigkeit der Lösung trägt sie maßgeblich zur Steigerung der Akzeptanz von EVs bei. Darüber hinaus ist ROCIN-ECO eine unabdingbare Voraussetzung für den Übergang zur autonomen, elektrifizierten Mobilität.

Folgende Projektziele sollen erreicht werden:

  • Definition relevanter Anwendundsfälle, Nutzer- und Systemanforderungen
  • Optimierung der technischen Integration des Roboter-Ladegeräts in den HPC
  • Vorbereitung des Testfahrzeugs für das automatisierte Laden
  • Definition von HPC-Stationslayoutvorlagen für eine optimierte Ladelogistik
  • Demonstration von ROCIN-ECO in einer realen Umgebung
  • Definieren von standardisierbaren technischen Anforderungen und Testprotokollen, um branchenweite Mindestanforderungen für automatisches Laden zu definieren
  • Erarbeiten der Mindestanforderungen für automatisiertes Laden aus Sicht der praktischen Umsetzung für ISO, IEC und Förderung der Durchsetzung

Folgende Forschungsfragen sollen beantwortet werden:

  • Evaluierung der Notwendigkeit und Art der Technologie für die Positionierungsunterstützung des Fahrzeugs am Roboter.
  • Wie muss die Ladeklappe konzipiert sein (Gummikappen für DC-Pins, Aktuator, Markierungen, Form, etc.)?
  • Wie wird die Interaktion zwischen Fahrzeug und Roboter umgesetzt (Kommunikation, Interoperabilität, Pairing, Szenarien, etc.)?
  • Wie kann die mechanische Sicherheit in einer öffentlichen Umgebung sichergestellt werden (robuste Funktionen, etc.)?
  • Wie muss das Sitelayout optimal gestaltet sein?
  • Was sind die Mindestanforderungen an eine automatisierte Ladelösung und an den Standort?
  • Welche Parkszenarios sind geeignet?
  • Wie kann der gesamte Ladeservice für den Nutzer optimal gestaltet werden?

 

Konsortialpartner:

IONITY GmbH

  • Projektmanagement
  • Use-Cases und Anforderungen
  • EOCIN-ECO Engineering
  • Standortintegration und Vorführung

AUDI AG

  • Definition der Minimalanforderungen der automatisierten Ladeklappe
  • Entwicklung des autonomen Ladeschnittstelle

TÜV SÜD AG

  • Standardisierungs- und Richtlinien-Empfehlungen

Assoziierte Partner:

  • ROCSYS
  • HUBER+SUHNER AG
  • BMW AG
  • Mercedes-Benz AG
  • Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Ford-Werke GmbH
  • AVL List GmbH

Kontaktdaten des Konsortiums:

Project Manager
Herr Christian Rauscher (IONITY GmbH) |

Förderkennzeichen
03EMF0406

Partner Laufzeitbeginn Laufzeitende Fördersumme
IONITY GmbH01.10.2131.03.24441.540,26 €
AUDI Aktiengesellschaft01.10.2131.03.24200.802,13 €
TÜV SÜD Product Service GmbH01.10.2131.03.2479.658,73 €
722.001,12 €