Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft feierten gestern die Inbetriebnahme des regionalen, nachhaltigen Wasserstoffökosystems – ein wichtiger Meilenstein für emissionsfreie Mobilität in der Region. Die Bauarbeiten an Wasserstoffproduktionsanlage und Tankstelle wurden nach fünf Jahren Planungs- und Konstruktionszeit abgeschlossen. Die ersten Betankungen an den 350-bar- und 700-bar-Zapfsäulen haben bereits stattgefunden. Ab sofort geht die Tankstelle in den Testbetrieb und stellt regional produzierten grünen Wasserstoff für Busse, Lkw und Pkw bereit. Die Errichtung der Elektrolyseanlage und der Tankstelle wurde vom Bundesministerium für Verkehr mit insgesamt rund 5,5 Millionen Euro gefördert.
Dr. Claudia Elif Stutz, Staatsekretärin im Bundesministerium für Verkehr erklärte anlässlich der Eröffnung: „HY.Kiel zeigt, wie Zukunftstechnologie ganz konkret wird: Grüner Wasserstoff, direkt vor Ort produziert, macht emissionsfreie Mobilität in Kiel erlebbar. Mit unserer Bundesförderung unterstützen wir Projekte, die nicht nur Klimaschutz voranbringen, sondern auch Regionen stärken und neue Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft eröffnen.“
Die Errichtung der Elektrolyse-Anlage und der Wasserstofftankstelle für das Projekt HY.Kiel wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit insgesamt rund 5,5 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Fördermittel für die Errichtung der Wasserstofftankstelle werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Das Förderprogramm wird von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.
Die Elektrolyse-Anlage mit zwei Megawatt Leistung wird jährlich bis zu 180 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Das entspricht einer emissionsfreien Gesamtreichweite von bis zu 26.500 km pro Tag und damit einer Ersparnis von 2.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
„Unser Verbundprojekt HY.Kiel ist das Ergebnis einer gemeinsamen Zukunftsvision aller beteiligten Akteure und wird in den kommenden Jahren einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs in und um Kiel leisten“, sagt Dr. Thorben Hänel-Muhs: „mit der Eröffnung unserer Tankstelle gehen wir voran und ermöglichen emissionsfreie Mobilität in der Kiel-Region, insbesondere im Personen- und Schwerlastverkehr. In Verbindung mit modernen und intelligenten Speichertechnologien setzen wir mit HY.Kiel als Baustein auf weitere Potenziale in der Sektorenkopplung.“
Geplant ist unter anderem der Einsatz zweier Brennstoffzellenbusse der Autokraft, einer Tochter der DB Regio Bus Nord, im ÖPNV des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Weitere regionale Unternehmen aus Logistik und Gewerbe haben bereits ihr Interesse am Einsatz von Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb bekundet. Der in Kiel produzierte grüne Wasserstoff – hergestellt mit Strom aus erneuerbaren Energien – kann auch in der Industrie zum Einsatz kommen oder an andere Tankstellen geliefert werden.
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Quelle: www.gp-joule.com
Foto: GP Joule/HY.Kiel




