Nach mehr als einem halben Jahr Einsatz des Zugtyps Mireo Plus H, der seine Energie für den Elektroantrieb aus einer Wasserstoff-Brennstoffzelle bezieht, zieht die Niederbarnimer Eisenbahn eine positive Bilanz. Die erste Umsetzungsphase des Projekts „Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieben im Nahverkehr des Landkreises Barnim“ wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit rund 25 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Kern des Vorhabens ist der Aufbau einer regionalen, nachhaltigen Wasserstoffinfrastruktur: Von der Produktion des grünen Wasserstoffs mit Hilfe von lokal erzeugtem Strom aus Wind- und Sonnenenergie bis zu dessen Verbrauch durch regional agierende Unternehmen. Für die Projektkoordination sowie den Bau der Tankstelle sind die Kreiswerke Barnim verantwortlich. Das Wasserstoffwerk wird von Enertrag unweit der Bahnstrecke gebaut. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Mit dem Einsatz der Wasserstoffzüge auf der Heidekrautbahn werden jährlich 1,1 Millionen Liter Dieselkraftstoff eingespart, das entspricht einer CO2-Reduzierung um jährlich drei Millionen Kilogramm.
Mit der „Wasserstoffschiene Heidekrautbahn“ werden wichtige Voraussetzungen für den künftigen Einsatz von Wasserstofftechnologien im Schienenpersonennahverkehr geschaffen und ein Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität in Deutschland geleistet.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier: Wasserstoffschiene Heidekrautbahn
Foto: Presseveranstaltung, v.l.n.r.: S. Achtermann (Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn), C. Heuing, Minister D. Tabbert, Minister Crumbach, Staatssekretär A. Herz | Bildrechte: S. Reichard, Niederbarnimer Eisenbahn




