Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) investiert weiter in die Wasserstofftechnologie und unterstützt den Aufbau dezentraler Innovations- und Technologiezentren Wasserstoff (ITZ-H2). Die Förderung ist Teil des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) und wird über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Rahmen von NextGenerationEU bereitgestellt. Mit den ITZ‑H2 setzt die Bundesregierung eine zentrale Maßnahme der Nationalen Wasserstoffstrategie um.
Neben Pfeffenhausen sind bereits die Standorte Chemnitz sowie das norddeutsche Cluster Bremen/Bremerhaven, Hamburg und Stade gestartet. Ziel aller Zentren ist es, kleine und mittelständische Unternehmen, Start-ups und Zulieferbetriebe bei der Entwicklung, Erprobung und Marktreife von Wasserstofftechnologien zu unterstützen und damit entscheidende Innovationsimpulse für die deutsche Wirtschaft zu setzen.
Der Standort Pfeffenhausen, das Wasserstoff Technologie-Anwender-Zentrum (WTAZ), konzentriert sich auf Anwendungen im Schwerlastverkehr sowie in der Urban Air Mobility und schafft hierfür hochmoderne Entwicklungs- und Testinfrastrukturen. Dazu gehören spezialisierte Wasserstofflabore, Prüfstände für Tanks, Verbrennungsmotoren und komplette Fahrzeuge sowie ein Wasserstoffverflüssiger, der künftig grünen Wasserstoff direkt aus der Region nutzen wird. Der Standort liegt unmittelbar neben dem Elektrolyseur von H2YB in der HyPerformer‑Region HyBayern. Getragen wird das Zentrum von starken wissenschaftlichen Partnern: der TH Ingolstadt, der HAW Landshut und der OTH Regensburg. Das WTAZ bietet damit eine Infrastruktur, die es in dieser Form bislang nicht am Markt gibt, und schließt eine zentrale Lücke für KMU und Start-ups, die auf spezialisierte, bezahlbare Testkapazitäten angewiesen sind. Ergänzend stellt der Standort Expertise in industrieller Forschung und Entwicklung, Zertifizierung, Normung und Standardisierung bereit – entscheidende Bausteine, um Technologien schneller zur Marktreife zu bringen, Wertschöpfung in Deutschland zu halten und die Transformation der Zulieferindustrie voranzutreiben.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Deutschland nimmt bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie eine internationale Spitzenposition ein. Damit diese Schlüsseltechnologie ihren Weg aus der Forschung in die breite Anwendung findet, braucht es mutigen Unternehmergeist und leistungsfähige Innovationsräume. Genau das leistet das Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff in Pfeffenhausen in Bayern. Deshalb unterstützen wir den Aufbau des Zentrums mit einer Anschubfinanzierung von 54 Millionen Euro. Hier entsteht eine zentrale Innovationsplattform für Wasserstofftechnologien, die die Antriebswende im Verkehr entscheidend voranbringen und zugleich nachhaltige Wertschöpfung in Deutschland sichern wird.“
Das Projekt wird im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung der Vorhaben im Zuge des Aufbaus eines dezentralen Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff“ durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.
Dagmar Fehler, CEO und Sprecherin der NOW GmbH: „Mit dem ITZ‑H2‑Standort Süd entsteht in Pfeffenhausen eine moderne Infrastruktur für die Entwicklung und Erprobung von Wasserstofftechnologien. Vor allem für KMU und Start-ups bieten die neuen Testmöglichkeiten die Chance, ihre Entwicklungen schneller voranzubringen. Die Bundesförderung trägt dazu bei, technologische Reifegrade zu erhöhen, Standards weiterzuentwickeln und damit Anwendungen im Schwerlastverkehr und in der Luftfahrt schneller marktfähig zu machen. Die ITZ‑H2 leisten damit einen wichtigen Beitrag, Deutschlands Position im Bereich Wasserstoff langfristig zu stärken.“
Bild: Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder nimmt am 10.02.2026 im Prinz-Carl-Palais in München an der Förderbescheidübergabe WTAZ Pfeffenhausen mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder teil.
Bildquelle: Copyright Marc Conzelmann/Bayerische Staatskanzlei
Über die NOW GmbH
Die NOW GmbH unterstützt die Bundesregierung seit 2008 in ihren klima- und industriepolitischen Zielen. Zu den Aufgaben der bundeseigenen Gesellschaft zählt unter anderem, Förderprogramme rund um klimaneutrale Mobilität und Energieversorgung zu entwickeln, sie zu begleiten und auszuwerten. Die Expertinnen und Experten der NOW GmbH betreuen Projekte in den Bereichen Wasserstoff, Brennstoffzelle, Batterie und regenerative Kraftstoffe; sie denken Mobilität und Kraftstoffe neu für Pkw, Busse, Züge, Nutzfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge – und begleiten Aufbau und Weiterentwicklung der Ladeinfrastruktur sowie von Wasserstofftankstellen für Pkw und Lkw. Mehr Informationen zur NOW hier.




