Vier Containerschiff-Neubauten der ASSC Gruppe, die hauptsächlich in europäischen Gewässern unterwegs sein werden, werden mit einem Hochdruck-LNG Dual-Fuel-Antrieb ausgerüstet.

Mithilfe von Mitteln aus der Förderrichtlinie über Zuwendungen für die Aus- und Umrüstung von Seeschiffen zur Nutzung von verflüssigtem Erdgas (LNG) als Schiffskraftstoff, plant die Spirit of Jakarta GmbH & Cie. KG für die ASSC Gruppe den Bau und die Indienststellung von vier baugleichen mit LNG-betriebenen 1.176 TEU Containerschiffen.

Die zukünftige und fast ausschließlich in europäischen Gewässern operierende Flotte der Containerschiffneubauten wird dabei mit einem Hochdruck-LNG Dual-Fuel-Antrieb ausgerüstet. Dementsprechend werden sowohl der Hauptantrieb als auch der Nebenantrieb für LNG als Schiffskraftstoff ausgerichtet sein. Dabei stellt LNG die primäre Energiequelle dar, Marine Gasöl (MGO) steht zusätzlich als Redundanz im Schiffsbetrieb zur Verfügung.

Im Rahmen des Neubaus der LNG-Containerschiffe wird die technische Weiterentwicklung und Verbesserung des aktuellen Technologiestandards (State of the Art) der bereits in Fahrt befindlichen LNG-Containerschiffflotte angestrebt. Insbesondere wird dabei die Reichweite vergrößert, die Ladeeffizienz gesteigert und der Betrieb der Schiffe umweltfreundlicher gestaltet.

Als eine signifikante Optimierung erfolgt die starke Verringerung des Methanschlupfes, bei gleichzeitiger Verbrauchsreduzierung (u.a. durch den kombinierten Betrieb mit einem Wellengenerator) und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung weiterer Reduktionen von umwelt-, klima- und gesundheitsschädlichen Emissionen. Das LNG-System sowie die Tanksysteme und das Design der Schiffe werden bei Indienststellung dem neuesten Stand der Technik entsprechen und teilweise darüber hinaus gehen.

Die Nutzung von LNG als Brennstoff in der Schifffahrt leistet einen wichtigen Beitrag zur Einsparung von CO2, um das von der Bundesregierung angestrebte Zeil einer 55-prozentigen Reduzierung bis 2030 zu erreichen. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Senkung der Luftschadstoffemissionen in Übereinstimmung mit der Richtlinie 2001/81/EG des Europäischen Parlaments und des Rats für nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe zu unterstützen. So können SOx vollständig, NOx um bis zu 90 Prozent und Feinstaub um bis zu 98 Prozent reduziert werden – die Anforderungen der Richtlinie 2001/81/EG werden so über das geforderte Maß hinaus erfüllt.

Weitere Ziele aus dem Förderprogramm beinhalten die Steigerung der Nachfrage nach modernen Schiffsneubauten und nach LNG-Kraftstoffen – das Projekt unterstützt den Hochlauf von LNG als Schiffskraftstoff und schafft durch die weite Anwendung eine verlässliche Nachfrage, die wiederum privaten Kraftstofflieferanten Anreize zur Bereitstellung geben, für entsprechende Kraftstoffkapazitäten zu sorgen. Zudem trägt das Projekt zur Planungssicherheit für den Aufbau der bis 2025 (für das TEN-V Kernnetz) bzw. 2030 (für das Gesamtnetz) geforderten Betankungsinfrastruktur in deutsche Häfen bei, da die Schiffe der ASSC Gruppe planmäßig und regelmäßig deutsche Häfen anfahren.

Die Förderung der vier baugleichen Schwesternschiffe der ASSC Group läuft von 15.01.2022 bis 15.02.2024 unter den Förderkennzeichen:

  • 45S183X033
  • 45S183X035
  • 45S183X034
  • 45S183X036

Förderkennzeichen
45S183X033