Elektromobilitätskonzepte in Kommunen

Kommunen haben die Möglichkeit ihre Elektromobilitätskonzepte im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMVI fördern zu lassen. Insgesamt wurden nach drei Förderaufrufen bereits 129 Elektromobilitätskonzepte bewilligt. Die Karte zeigt einen Überblick, wo welche Konzepte bewilligt bzw. umgesetzt wurden.

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Vielseitige Fördermöglichkeiten für Kommunen

Die Fördermöglichkeiten erstrecken sich über ein breites Feld: Von allgemeinen Konzepten zur Integration der Elektromobilität in die Kommune bis hin zu speziellen Themen wie dem Aufbau von Schnellladeinfrastruktur für E-Taxen. Naheliegend ist, dass am häufigsten Konzepte zum Thema Elektrifizierung des kommunalen oder gewerblichen Fuhrparks sowie die Analyse der Ladeinfrastruktur eingereicht wurden.

Neben der Elektrifizierung der Fuhrparks wird auch die Etablierung von e-Carsharing angestrebt. Teilweise geschieht dies in Kombination mit Pedelec-Sharing. Mit der Umstellung des ÖPNV auf Elektromobilität sowie Angebote an den ÖPNV – und damit der Schaffung intermodaler Wegeketten – beschäftigen sich vermehrt Konzepte.

Förderung von Querschnittsaufgaben

Viele Konzepte beschäftigen sich zusätzlich mit Querschnittsaufgaben. Allen voran sind hier ökonomische Analysen sowie eine Aktivierung der Beteiligten bzw. Öffentlichkeitsarbeit Bestandteil der Konzepte. Eine untergeordnete Rolle in den bewilligten Konzepten spielen aktuell die Berücksichtigung der Potenziale von erneuerbaren Energien sowie deren Einbindung.

Verzahnung mit bestehenden Konzepten der Kommune

Werden e-mobile Angebote geschaffen, sollte zwingend berücksichtigt werden, wie deren Verstetigung erreicht werden kann. Eine strategische Einbindung ist von hoher Relevanz bei der Umsetzung von Elektromobilitätskonzepten. Durch eine Verzahnung mit bereits vorhandenen Konzepten – bspw. in den Bereichen Klimaschutz, Verkehr, Stadtentwicklung – können die Umsetzungs- und Erfolgschancen deutlich erhöht werden.


Ausgewählte öffentliche Abschlussberichte

Konzept des Landratsamtes Ilm-Kreis „FleetFloating“

e-Car/Pedelec-Sharing, kommunalen/gewerblichen Fuhrpark elektrifizieren, Anbindung von Gebieten, Netzwerkmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, ökonomische Analyse
Das Konzept des Ilm-Kreis erörtert den wirtschaftlichen Einsatz von kommunalen Elektrofahrzeugen im ländlichen Raum. Schlüssel hierfür ist eine gesteigerte Auslastung der Elektrofahrzeuge durch kombinierten kommunalen, gewerblichen und privaten Einsatz, welcher auf unterschiedlichen Nutzungszeiten basiert.

Konzept der Landeshauptstadt Dresden "Dresden lädt auf ‐ Dresdner Fuhrparkmanagement“

kommunalen Fuhrpark elektrifizieren
Das Konzept der Landeshauptstadt Dresden widmet sich dem ganzheitlichen Fuhrpark-Management und empfiehlt zentrale Strukturen und Datenlagen. Die Berücksichtigung verschiedener Verkehrsmittel sowie entsprechender Nutzungsmöglichkeiten (z.B. Pooling) kann die Zahl der notwendigen Fahrzeuge reduzieren. Somit frei werdende Mittel können zur Elektrifizierung des Fuhrparks genutzt werden.

Konzept der Freie und Hansestadt Hamburg „Behörden elektrisch unterwegs“

kommunalen/gewerblichen Fuhrpark elektrifizieren
Das Konzept der Freien und Hansestadt Hamburg zielt auf die fortführende Elektrifizierung des kommunalen und gewerblichen Fuhrparks ab. Nach einer ersten Elektrifizierung der Fuhrparke, müssen weitere Potentiale für die Entwicklungs des Marktes identifiziert werden. Dabei wird das Wissen aus z.B. bereits gelaufenen Forschungsprojekten gebündelt und ausgewertet.

Konzept der Landeshauptstadt Hannover „Hannover stromert“

Ladeinfrastruktur, kommunalen/gewerblichen Fuhrpark elektrifizieren, kommunale Initiative zur Elektrifizierung des gewerblichen Fuhrparks, Netzwerkmanagement, Vorbildfunktion, Öffentlichkeitsarbeit, erneuerbare Energien, ökonomische Analyse
Die Landeshauptstadt Hannover hat ein nachhaltiges Umsetzungskonzept zur Implementierung integrierter Elektromobilität vorgelegt, dessen Grundlage die Kopplung des Verkehrs- und Energiesektors bildet. Das Umsetzungskonzept unterteilt sich in die Handlungsfelder "Fahren und Laden", "Stadtverwaltung als Vorbild" sowie "Bewusstsein schaffen". Es umfasst sowohl Maßnahmen, die bereits umgesetzt werden, geplant sind als auch noch geprüft werden.

Konzept des Klimapakts Flensburg e. V. „Fuhrparkoptimierung durch Elektromobilität für einige Mitgliedsorganisationen des Klimapakts Flensburg“

Ladeinfrastruktur, gewerblichen Fuhrpark elektrifizieren, Netzwerkmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, ökonomische Analyse
Der Klimapakt Flensburg e. V. untersucht in seinem Konzept den verstärkten Einsatz von Elektromobilität in betrieblichen Fuhrparken. Die Auswertung reeller Fahrdaten zielt hierbei darauf ab, Potenziale der Elektromobilität im gewerblichen Kontext aufzuzeigen, so dass diese unmittelbaren Nutzen im Zuge entsprechender Elektrifizierung bieten.