12.01.2017

Offizieller Startschuss für das Projekt "Integriertes Energiekonzept 2050"

Am 12. Januar 2017 fiel im Bundeverkehrsministerium in Berlin der Startschuss für das Projekt „Integriertes Energiekonzept 2050“. Auf Basis belastbarer Referenzszenarien soll eine Roadmap für die Entwicklung des regulatorischen Rahmens erarbeitet werden: Welche Weichen müssen zu welchem Zeitpunkt gestellt werden, damit der zukünftig zu erwartende Strom aus Erneuerbaren Energien optimal im Verkehrsbereich, aber auch in den anderen Sektoren Wärmeversorgung und Industrie eingesetzt werden kann?

Die Energiewende kommt im Verkehrssektor nur schleppend voran: Bislang ist es nicht gelungen, die CO2-Emissionen im Verkehr unter dem Strich zu reduzieren. Um das Energiewendeziel einer mindestens 80 %-Minderung bis 2050 zu erreichen, muss also noch viel passieren. Das Bundesministerium für Verkehr und digital Infrastruktur hat in diesem Zusammenhang eine Studie in Auftrag gegeben, die Antworten auf die Frage geben will, wie der regulatorische Rahmen im Verlauf der Entwicklung bis 2050 in groben Zügen aussehen könnte. Dabei soll von Vornherein ein sektorenübergreifender Blick geworfen werden. Denn es ist zu erwarten, dass sich ein integriertes Energiekonzept, das neben dem Strom- und dem Verkehrssektor auch die Wärmeversorgung und die Industrie berücksichtigt, als am zukunftsfähigsten erweist.

Auftragnehmer des vom BMVI beauftragten und von der NOW GmbH koordinierten Projekts ist ein von der Kanzlei Becker Büttner Held PartGmbB (BBH) geführtes Konsortium, an dem zudem die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST), das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) sowie das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V. (IKEM) beteiligt sind.

Am 12.01.2017 fand im Bundesverkehrsministerium in Berlin der Projekt-Startschuss statt. Dazu trafen sich Auftraggeber und Auftragnehmer mit den Mitgliedern dreier Ausschüsse, die die Studie begleiten und die Sichtweisen des Parlaments, der weiteren betroffenen Ministerien (BMWi und BMUB), der Verbände (u.a. BDEW, BEE, VKU und GEODE), der Industrie, der Bundesländer und nicht zuletzt der Europäischen Kommission einbringen sollen. Dabei wurden Ausrichtung und Inhalte der geplanten Studie ausführlich diskutiert. Die Veranstaltung war der Auftakt zu einer Reihe von regelmäßigen projektbegleitenden Treffen der anwesenden Stakeholder, die sich in verschiedenen Expertengremien zusammenfinden werden.