26.06.2018

Deutsche Automobil- und Zulieferindustrie im Dialog für die Skalierung von automobilen Brennstoffzellen

  • Projekt „Autostack-Industrie“ geht in den Dialog mit Zulieferern über Beteiligungsmöglichkeiten
  • Brennstoffzellen für den automobilen Einsatzbereich
  • Das Projekt „Autostack-Industrie“ erhält im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) eine Förderung über 18,5 Mio. Euro

Frankfurt/Main, Berlin – 26.Juni 2018. Das Projekt Autostack Industrie ist eine gemeinsame Initiative der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie, um bis etwa 2020 die technologischen und produktionstechnischen Voraussetzungen für die kommerzielle Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen in Deutschland und Europa zu schaffen. Projektziel ist die Entwicklung und gemeinsame Nutzung einer Stack-Technologie für automobile Anwendung auf Basis von Herstellprozessen und -Verfahren, die die funktionalen, Qualitäts- und Kostenziele der Automobilindustrie in einer industriellen Serienfertigung von Stacks und Komponenten erfüllen.

Grundlage dafür bilden gemeinsame Konstruktions- und Qualitätsrichtlinien für Komponenten und Stacks, die möglichst optimale Skaleneffekte in der Entwicklung und Fertigung und die gemeinsame Nutzung von Hauptkomponenten zum Ziel haben. Ein wichtiger Teilaspekt ist dabei die Skalierung der Stack-Leistung für unterschiedliche Fahrzeuge und Fahrzeugplattformen. In einem Workshop informieren die Partner des Projekts am 26. Juni 2018 in Frankfurt/ Main Entwickler und Zulieferer über relevante Aspekte des Komponenten- und Stack-Designs, wichtige Systemschnittstellen und Hauptkomponenten und der für die Massenfertigung benötigten Prozess- und Verfahrensentwicklung sowie staatliche Fördermöglichkeiten und geben einen Ausblick zu Beteiligungsmöglichkeiten in der Entwicklung und Fertigungsvorbereitung im Rahmen des Lieferantenmanagements.

Das Vorhaben verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der alle relevanten Aspekte des Komponenten- und Stack-Designs und der für die Massenfertigung benötigten Prozess- und Verfahrensentwicklung abdecken soll. Dazu zählen die weitere Optimierung der Spezifikation, die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Leistungs- und Lebensdauerverbesserung von Katalysatoren, GDLs, der Membran-Elektroden-Einheiten, der Bipolar-Platten und des Stack-Designs, die Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Fertigungstechniken auf Komponenten- und Stack-Ebene sowie die Durchführung von unabhängigen Tests zum Nachweis der Eigenschaften des entwickelten Stacks.

Für die Entwicklungsarbeiten wird ein einheitliches Qualitätsmanagement auf Projektebene implementiert. Außerdem werden ein Nutzungskonzept für die automobile Anwendung entwickelt und darüberhinausgehende Potentiale für andere Applikationen untersucht, beschrieben und quantifiziert, um die industrielle Umsetzung der Projektergebnisse nach Projektabschluss vorzubereiten.

Das Projekt „Autostack-Industrie“ erhält im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) eine Förderung über 18,5 Millionen Euro. Partner sind BMW, Daimler, DANA, Ford, Freudenberg Performance Materials, Greenerity, NuCellSys, Powercell Schweden, Umicore, Volkswagen und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).