31.05.2017

Brennstoffzellenbusse nehmen Fahrt auf

Die WSW mobil GmbH aus Wuppertal hat eine Beschaffung von über 63 Brennstoffzellenbussen für den öffentlichen Nahverkehr ausgeschrieben. Die WSW koordiniert die gemeinsame Beschaffung für die Partner Verkehrs‐Verbund Mainz‐Wiesbaden GmbH, traffiQ Frankfurt, Regionalverkehr Köln GmbH und SASA SpA‐AG in Bozen, die diese Busse in den nächsten Jahren einsetzen werden.

Die gemeinsame Fahrzeugbeschaffung erfolgt als Teil des europäischen Verbundprojekts JIVE (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe), das vom Fuel Cell and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) der EU gefördert wird. Insgesamt werden 139 Brennstoffzellenbusse in neun europäischen Städten und Regionen beschafft. JIVE ist damit das größte Projekt für Brennstoffzellenbusse in Europa. Die deutschen Partner bewerben sich parallel um eine Förderung im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) der Bundesregierung, das die Markteinführung von Brennstoffzellenanwendungen in Deutschland zum Ziel hat. Weitere Ausschreibungen finden parallel in anderen europäischen Clustern statt. Zudem läuft aktuell eine Bewerbung beim FCH JU über ein Folgeprojekt in ähnlicher Größenordnung.

Über JIVE
Das Projekt JIVE (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe) ist ein von der EU gefördertes Projekt. JIVE hat eine Laufzeit von sechs Jahren ab Januar 2017. Das Ziel von JIVE ist die Kommerzialisierung von Brennstoffzellenbussen durch die gemeinsame Beschaffung von Bussen und dem Aufbau von Wasserstofftankstellen, so dass am Projektende Verkehrsunternehmen die Busse wirtschaftlich und ohne Förderung in ihre Flotten integrieren können. Des Weiteren sollen Kommunen und Regierungen angeregt werden, die Verwendung von Nullemissionsfahrzeugen im ÖPNV regulatorisch zu unterstützen. Mit JIVE werden Brennstoffzellenbusse in großer Stückzahl in den ÖPNV integriert, indem viele Städte und Regionen bei der Beschaffung zusammenarbeiten und somit größere Bestellungen bei den Busherstellern platziert werden können. Das Projekt wird gefördert durch das Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking unter dem Grant Agreement No 735582. Das Joint Undertaking wird unterstützt durch das Forschungs‐ und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union sowie durch Hydrogen Europe und N.ERGHY.

Über FCH JU
Das Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) ist eine europäische Public Private Partnership Organisation, die die Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration der Brennstoffzellen‐ und Wasserstofftechnologie unterstützt. Ihr Ziel ist die beschleunigte Markteinführung entsprechender Produkte um deren Potenziale für ein CO2‐freies Energiesystems zu heben. Brennstoffzellen als hocheffiziente Energiewandler und Wasserstoff als sauberer Energieträger haben ein großes Potential, CO2‐Emissionen zu vermeiden, die Abhängigkeit von Kohlenwasserstoffen zu verringern und zum Wirtschaftswachstum beizutragen. Die drei Partner des FCH JU sind die Europäische Kommission, Hydrogen Europe und N.ERGHY. Weitere Informationen unter www.fch.europa.eu