Mikro-Kraftwärme-Kopplung in jedem Haus
Die Systeme sparen im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme zwischen 20 und 30% an Energie und Klimagasen ein. Weitere Einsparpotenziale im Bereich von 2 bis 8% liegen in der Reduzierung der Stromverteilungsverluste, da diese Geräte direkt beim Verbraucher installiert sind.
Brennstoffzellen-Heizgeräte werden mittelfristig die herkömmliche Gasheizung ergänzen und langfristig ersetzen. Als Brennstoff wird Erdgas eingesetzt, das integrierte Reformer zu wasserstoffreichem Reformat umwandeln. Die Entwicklung von Reformern für Flüssigbrennstoffe wie Methanol, Ethanol, biogene Öle oder schwefelfreies Heizöl werden künftig den Ersatz von Ölheizungen ermöglichen.
Zur Stromversorgung eines Einfamilienhauses genügen elektrische Dauerleistungen von 1 kW. Entwicklungen mit SOFC oder PEM-Technologie sind in diesem Leistungsbereich derzeit aussichtsreich. Für Mehrfamilienhäuser und Kleingewerbe werden Geräte mit bis zu 4,6 kW entwickelt. Zum Einsatz kommen vorwiegend Stapel mit Nieder- und Hoch-Temperatur-PEFC.
Zur Optimierung der Betriebsführung ist die Mehrheit der Systeme mit großen Wärmespeichern und bei Gebäuden mit zeitweise hohem Wärmebedarf mit konventionellen Spitzenlast-Heizgeräten erweiterbar.
Das Nationale Innovationsprogramm NIP fördert Projekte der Hausenergie mit dem Ziel, die Ausreifung von Brennstoffzellen-Heizgeräten voranzutreiben und erste Serien von Geräten im Praxiseinsatz zu demonstrieren.



