MOBILITÄT UND ENERGIEVERSORGUNG VON MORGEN – NOW-PODIUMSGESPRÄCH IN BERLIN

Im Rahmen des Berliner Brennstoffzellenstammtisches lud die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie am 25.11.2009 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Industrie, Wissenschaft und Verbänden zur Podiumsdiskussion ein. Zum Thema „Mobilität und Energieversorgung von morgen“ diskutierten Dr. Klaus Bonhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der NOW, Prof. Dr. Werner Tillmetz, Vorstand des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung (ZSW), Rüdiger Kruse, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU), Horst Meierhofer, Mitglied des Deutschen Bundestages (FDP) / Vorsitzender des FDP-Bundesfachausschusses Umwelt, Dr. Friedemann Kunst, Leiter der Abteilung Verkehr der Senatsverwaltung Berlin für Stadtentwicklung und Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik, Naturschutzbund (NABU).

Moderiert wurde die Veranstaltung, die in der Berliner Vertretung der EWE AG stattfand, von Dr. Stefanie Augter von der Wirtschaftswoche. In einem Impulsstatement erläuterte Andreas Ballhausen von der EWE AG die Bedeutung des Themas und die Entwicklung von Alternativen aus Sicht eines Energieversorgungsunternehmens.

Wo werden Produkte aus dem Technologiefeld Wasserstoff, Brennstoffzelle und batteriebetriebene Antriebe heute schon eingesetzt? Wie groß sind die Potenziale mit Blick auf den künftigen Einsatz der Technologien? Was machen Schlüsselzentren wie Berlin und Hamburg konkret? Welche Rolle kann die öffentliche Hand spielen, wenn es um die Einführung der Produkte in den kommerziellen Markt geht? Dies waren die Leitfragen der Diskussion.

Dr. Klaus Bonhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der NOW: „Brennstoffzelle und batterieelektrische Antriebe sind Schlüsseltechnologien der künftigen Mobilität, die sich ergänzen. Wir brauchen eine Vielfalt von Lösungen für die Energieversorgung und Mobilität von morgen. Marktvorbereitung und Markteinführung müssen aus einer Hand umfassend und effizient erfolgen.“

Rüdiger Kruse, Deutschen Bundestages (CDU): „Die Politik muss die Ziele vorschreiben, aber weiterhin technologieoffen fördern. Wasserstoff und Brennstoffzelle haben große Potenziale für die künftige Mobilität und Energieversorgung. Dank weitblickenden entsprechenden Engagements der Stadt und der Industriepartner hat Hamburg die meisten Anwendungen auf diesem Gebiet und ist weltweit führend.“

Horst Maierhofer, Mitglied des Deutschen Bundestages (FDP) / Vorsitzender des FDP-Bundesfachausschusses Umwelt: „Die Elektromobilität ist ein zukünftiges Geschäftsfeld für Energieversorgungsunternehmen. Sie garantiert emissionsarmes und leises Autofahren. Eine zentrale Funktion kommt der Elektromobilität als Energiespeicher in Batterien zu, denn so kann zum Ausbau der erneuerbaren Energie beigetragen werden.“

Prof. Dr. Werner Tillmetz, Vorstand des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung (ZSW): „Das Erdölzeitalter geht zu Ende. Wasserstoff, Brennstoffzelle und Batterien bieten zahlreiche Alternativen. Allerdings werden die Produkte – wie bei jeder neuen Technologie – Zeit brauchen, sich am Markt durchzusetzen. Wir brauchen also langfristige Strategien.“

Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik, Naturschutzbund (NABU): „Die dringlichste Aufgabe besteht darin, Produkte zu entwickeln und zu nutzen, die effizient und emissionsarm sind. Hier auf Batterien und Brennstoffzelle gleichermaßen zu setzen ist zunächst richtig.“

Dr. Friedemann Kunst, Leiter der Abteilung Verkehr der Senatsverwaltung Berlin für Stadtentwicklung: „Wir setzen nicht nur auf Wasserstoff und Elektromotoren, das Zeitalter des Verbrennungsmotors ist noch nicht beendet. Für die innerstädtische Fortbewegung setzen wir auch auf Fahrräder mit Elektroantrieb und Car-Sharing.“

 
Gosign media  -  NOW-PODIUMSGESPRÄCH IN BERLIN