Bundesweit größter Praxistest

Im Mittelpunkt steht die Strom- und Wärmeversorgung von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Seit dem Kickoff im Jahr 2008 wurden bereits über 150 Aggregate in Betrieb genommen. Industrie, Wissenschaft und Bundesregierung arbeiten mit vereinten Kräften daran diese Zahl zu erhöhen.

Leuchtturmprojekt Callux

 

Im größten bundesweiten Praxistest Callux wird die energiesparende und klimaschonende Technologie der Brennstoffzellen-Heizgeräte im alltäglichen Einsatz erprobt und weiterentwickelt. Das Projekt wurde von Partnern aus der Energiewirtschaft und der Heizgeräteindustrie mit Unterstützung des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) initiiert. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP), das von der NOW GmbH koordiniert wird. Die Gesamtinvestitionen aus Wirtschaft und öffentlicher Hand betragen für das Leuchtturmprojekt Callux rund 86 Millionen Euro.

Projektverlauf

Callux wurde 2008 für die Laufzeit von sieben Jahren gestartet. In der ersten Phase des Projektes bis zum Jahr 2012 werden Brennstoffzellen-Heizgeräte in Privathaushalten im gesamten Bundesgebiet von den Projektpartnern installiert und im Alltagsbetrieb getestet. In einer anschließenden zweiten Projektphase soll die konkrete Marktvorbereitung anlaufen. Durch diese langfristige Planung in Verbindung mit technischen Zielwerten wird sichergestellt, dass das Vorhaben die Weiterentwicklung der technischen Reife hin zu marktnahen Geräten vorantreibt. Im Mittelpunkt stehen die Zuverlässigkeit der Brennstoffzellen-Heizgeräte und die Verbesserung ihrer Langzeitstabilität.

Weit über 100 Anlagen sind bereits in Betrieb genommen. In den nächsten Jahren sollen insgesamt rund 800 Brennstoffzellen-Heizgeräte im Callux Praxistest laufen, darunter auch Neuentwicklungen der letzten Generation, die auf Basis von Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) arbeiten und daher Erdgas ohne vorgeschalteten Reformierungsprozess direkt in Strom und Wärme umwandeln können.

Dank der positiven Zwischenergebnisse des Praxiseinsatzes verzeichnen Energiewirtschaft
und Industrie bereits zahlreiche Fortschritte. Auch die Projektteilnehmer sind mit dem Komfort ihrer Brennstoffzellenheizgeräte zufrieden: Ihre Energiekosten sinken, und die Wärme- und Stromversorgung funktioniert stabil und störungsfrei – selbst bei extremen Wintertemperaturen. Allein der gelegentliche Besuch der Entwickler erinnere die Hauseigentümer an den Feldversuch.

Kommunikation

Information und Aufklärung der Bevölkerung stellen einen wesentlichen Aspekt der Kommunikationsaktivitäten von NOW und den Callux-Partnern dar. So können Beteiligte und Interessierte als besonderen Service über eine interaktive Projektkarte auf der Callux-Homepage Detailinformationen zu einzelnen Projektverläufen, Standorten und Ansprechpartnern vor Ort abrufen. Eine Telefon-Hotline für Interessierte gehört ebenfalls zu den Kommunikationswerkzeugen. Die Offenheit der Bevölkerung gegenüber innovativen Umwelttechnologien spiegelt sich im wachsenden Interesse an der Projektteilnahme wider. Denn Brennstoffzellenheizgeräte sind die klimaschonende und effiziente Alternative zu bisherigen Heizsystemen.

Ziel

Ziel von Callux ist es, die industrielle Basis für stationäre Brennstoffzellen in Deutschland zu stärken und auszubauen, um Kosten, Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit dieser kleinen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für Ein- und Mehrfamilienhäuser zu verbessern.

Partner

Partner von Callux sind die drei Gerätehersteller BAXI INNOTECH, Hexis und Vaillant sowie die fünf Energieversorger EnBW, E.ON Ruhrgas, EWE, MVV Energie und VNG Verbundnetz Gas. Das Projekt wird koordiniert durch das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW).