Eine starke Partnerschaft für saubere Mobilität

Die CEP wurde im Dezember 2002 als gemeinsame Initiative von Politik und Industrie unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums etabliert. Die CEP ist das größte Demonstrationsprojekt für Wasserstoffmobilität in Europa.

Leuchtturmprojekt Clean Energy Partnership (CEP)

Was haben BMW, Daimler, Ford, GM/Opel, Honda, Toyota und Volkswagen gemeinsam? Sie sind Mitglieder der Clean Energy Partnership, genau wie der Gasspezialist Air Liquide, die BVG, HOCHBAHN, Linde, Shell, Statoil, Total und Vattenfall. Diese 15 Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um die Verwendung von Wasserstoff als Kraftstoff im Alltagsbetrieb zu erproben. Auf dem Prüfstand steht neben Einzeltechnologien die Systemfähigkeit des Energieträgers insgesamt: Von der nachhaltigen Herstellung über die Betankung bis zum emissionsfreien Verbrauch in Verbrennungsmotor oder Brennstoffzelle. Dazu betreibt die CEP mehrere Wasserstofftankstellen in Berlin und Hamburg und eine Flotte von über 100 Wasserstoff Pkw und Bussen, die im täglichen Betrieb die Wasserstoff-Technologie auf die Straße tragen. Mit Erfolg: Mittlerweile haben die Fahrzeuge in der Partnerschaft eine Strecke von mehr als einer Million Kilometer mit Wasserstoff zurückgelegt (Stand Januar 2011) – rechnerisch mehr als 25 Mal um die Welt.

Die CEP ist in drei Arbeitsgruppen organisiert, die zugleich Kernbereiche in der Entwicklung einer nachhaltigen Wasserstoff-Mobilität darstellen. Es geht um die Frage der Wasserstoff-Produktion, der Betankungsinfrastruktur und um die Entwicklung der Fahrzeuge.

Mit der nachhaltigen und wirtschaftlichen Herstellung bzw. Bereitstellung von Wasserstoff befasst sich die Arbeitsgruppe Produktion. Aus der Industrie bekannt ist die in großem Stil durchgeführte Dampfreformierung von Erdgas. Perspektivisch die nachhaltigste Lösung ist die Elektrolyse aus Wasser mit regenerativ erzeugtem Strom. Dieses Verfahren bietet die Möglichkeit eines völlig emissionsfreien Wasserstoff-Kreislaufs. In diesem Zusammenhang sind auch die Gewinnung von Wasserstoff aus Biomasse und die lokale Erzeugung von Windwasserstoff wichtige Themen der CEP.

Die Arbeitsgruppe Infrastruktur befasst sich mit allen Fragen rund um die Zapfsäule. Und das sind einige: Welche Form soll ein Tankstutzen für flüssigen oder für gasförmigen Wasserstoff haben? Wieviel Druck muss die Zapfsäule für gasförmigen Wasserstoff aufbauen? Wie misst man die abgegebene Menge Gas bei einer Betankung? Welche Sicherheitsrichtlinien sind einzuhalten? Wie kann der Wasserstoff an der Tankstelle möglichst ohne Abdampfverluste gelagert werden? Kann die Tankstelle selbst per Brennstoffzelle mit Strom versorgt werden? Was für Benzintankstellen seit vielen Jahrzehnten eingespielt ist, muss für die Wasserstoff-Wirtschaft eben neu entwickelt werden. Denn ein funktionierendes Tankstellennetz ist natürlich die Voraussetzung für den Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff von morgen.

Mobilität mit Pkw und Bus ist das Thema der dritten Arbeitsgruppe. Und damit ist nicht allein die Entwicklung der Fahrzeuge gemeint. Die Demonstration und Erprobung der unterschiedlichen Fahrzeuge im Alltag ist ein Kernanliegen der CEP. Die über 100 Pkw und Busse befinden sich deshalb zu großen Teilen in Kundenhand. Als Teil gewerblicher Flotten, als öffentliche Buslinien oder im privaten Einsatz werden die Fahrzeuge so auf ihre Alltagstauglichkeit hin optimiert.

Insgesamt bildet die CEP die gesamte Wertschöpfungskette einer zukünftigen Wasserstoff-Wirtschaft ab. Die CEP ist das größte europäische Demonstrationsprojekt der Wasserstoff-Technologie und ein Leuchtturmprojekt im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Ihre Arbeit wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die Koordination liegt in Händen der NOW GmbH – Nationale Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie.

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