Emissonsfrei auf dem Wasser

Brennstoffzellenbetriebene Boote fahren leise und erzeugen lokal keine Emissionen. So können sie auch dort fahren, wo herkömmliche Antriebe verboten sind, z.B. in Naturschutzgebieten.

Boote, Fahrräder und Leichtfahrzeuge

Wasserstoff ist ein universeller Energieträger. In Verbindung mit der Brennstoffzelle wird er zur „Batterie mit Tank“, die niemals leer ist und übrigens auch mit anderen Kraftstoffen betreiben werden kann. Neben reinem Wasserstoff können auch Gase, zum Beispiel Methan oder Propan, aber auch Flüssigkeiten wie Ethanol als Kraftstoffe verwendet werden. Ein vorgeschalteter Reformer produziert sozusagen Wasserstoff aus diesen Energieträgern und bringt so die Brennstoffzelle zum Laufen.

Auf diese Weise können Brennstoffzellen viele elektrisch betriebene Fahrzeuge und Systeme antreiben. Und zwar emissionsfrei und nachhaltig. Auch im Freizeitbereich ist das ein wichtiger Aspekt. Auf vielen Gewässern ist beispielsweise der Betrieb von Verbrennungsmotoren mittlerweile gesetzlich eingeschränkt oder gar verboten. Warum also nicht Boote elektrisch betreiben? Brennstoffzellen machen es möglich, auch mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen große Reichweiten zu erzielen.

Geforscht wird unter anderem an unterschiedlichen Typen von Brennstoffzellen für gezielte Anwendungen in Booten, Campingfahrzeugen oder auch elektrischen Leichtfahrzeugen. Projekte zu diesen Themen werden unter der Überschrift „Spezielle Märkte“ gefördert durch das Nationale Innovationsprogramm für Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Ein großes Demonstrationsprojekt mit öffentlicher Strahlkraft wird derzeit am Bodensee umgesetzt.

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