Die Modellregion Rhein-Ruhr umfasste in der ersten Phase, die von Mitte 2009 bis Ende 2011 lief, acht Projekte, die mit unterschiedlichen Anwendungsgebieten und verschiedenen Schwerpunkten das gesamte Spektrum der Elektromobilität abdecken. Insgesamt kamen rund 200 Fahrzeuge, darunter Pkw, Busse, Nutzfahrzeuge, Scooter und Pedelecs, zum Einsatz. Dazu wurde eine projektbezogene Ladeinfrastruktur aufgebaut, die aus über 530 Ladepunkten besteht. An den Projekten waren rund 50 Projektpartner an 25 Standorten beteiligt.
Seit Anfang 2012 läuft die zweite Phase des Modellregionenprogramms. Sie baut auf den Erkenntnissen der ersten Phase auf und hat eine Laufzeit bis Mitte 2015. Bis zum Jahre 2015 kommen im Rahmen von 11 Projekten 450 Fahrzeuge in Deutschlands größter Metropolregion zum Einsatz kommen. Es werden weitere 400 zusätzliche Ladepunkte installiert. In den Projekten engagieren sich rund 50 Projektpartner.
EINBETTUNG IN DIE REGION
Aufgrund der günstigen Forschungs- und Industrielandschaft sowie geeigneter Siedlungsstrukturen bestehen insbesondere in NRW hervorragende Voraussetzungen, mit der Modellregion Rhein-Ruhr eine der ersten großräumigen Modellregionen Europas zu realisieren. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte bieten vielversprechende wirtschaftliche Chancen. Um diese konsequent zu nutzen, beteiligt sich NRW an den Programmen der Bundesregierung und flankiert diese mit eigenen Landesprogrammen. Hierzu wurde im Rahmen der Energie- und Klimaschutzstrategie des Landes NRW u.a. ein Masterplan "Elektromobilität in NRW" erarbeitet.
Der Zugang zu notwendigen Information für alle Marktteilnehmer ist von großer Bedeutung. Veranstaltungen über die Zukunft der Elektromobilität werden dafür eine wichtige Plattformen sein, um Fragen der Mobilität von morgen zu diskutieren und Alternativen öffentlich darzustellen.
SCHWERPUNKT
Das Thema "Elektromobilität in NRW" ist breit aufgestellt. Die Schwerpunkte liegen einerseits im gewerblichen und kommunalen Fahrzeugeinsatz (Pkw- und Nutzfahrzeugflotten) sowie andererseits im ÖPNV (z. B. Hybridbusse). Darüber hinaus nimmt das Thema Wohnen und Mobilität eine wichtige Rolle ein. Hierbei geht es darum, durch intermodale Verkehrslösungen und Carsharing-Modelle verschiedene Verkehrssysteme sinnvoll miteinander zu verbinden. Neben diesen Aspekten ist eine Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch auf internationaler Basis von großer Bedeutung.
ZEITPLAN
Juni 2009
Konkretisierung und Auswahl der Startprojekte in NRW sowie Abgleich der geplanten Projektarbeit mit dem Landeswettbewerb „Elektromobilität in NRW“
September 2009
Veröffentlichung des Masterplans „Elektromobilität in NRW“
Oktober 2009
Start erster Projekte, Aufbau von Infrastruktur und vorbereitender Projektarbeit
November 2009
Entscheidung über die Projekte aus dem ersten Landeswettbewerb „Elektromobilität in NRW's
Dezember 2009
Abschließende Beantragung der Projekte der Modellregion Rhein-Ruhr
Januar 2010
Inbetriebnahme erster Fahrzeuge sowie schrittweise Aufstockung des Fahrzeugbestandes bis Mitte 2010