Partnerschaftlich

Die Einführung eines neuen Antriebs benötigt beides: Fahrzeuge und die notwendige Infrastruktur. Beide Seiten müssen dabei gemeinsam entwickelt und auf einander abgestimmt werden. Wie hier an der CEP Station Heerstraße, Berlin, die zukünftig mit Windwasserstoff beliefert wird.

Autos, Busse und öffentliche Tankstellen

Schon heute sind weltweit Autos mit Wasserstoffantrieb unterwegs, viele in Demonstrationsprojekten in Europa, Japan oder den USA. Modelle mit Verbrennungsmotor ähneln in ihren Fahreigenschaften dem konventionellen Benziner. So genannte bivalente Verbrennungsmotoren können sogar zwischen Wasserstoff- und Benzinantrieb wechseln – in voller Fahrt und ohne einen Ruckler. Auf diese Weise können sie große Entfernungen zurücklegen, auch wenn keine Wasserstofftankstelle in der Nähe ist. In Sachen Energieeffizienz die Nase vorn haben allerdings die Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Diese sind im Grunde Elektroautos, bloß liefert anstelle einer Batterie die Brennstoffzelle den nötigen Strom. Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind ideale für den Stadtverkehr: Leise, stark in der Beschleunigung und völlig emissionsfrei.

Die meisten großen Autohersteller haben mittlerweile Prototypen oder seriennahe Modelle mit Wasserstoffantrieb im Programm. Sogar Busse mit Brennstoffzelle oder Wasserstoff-Verbrennungsmotor fahren bereits in vielen Städten Deutschlands. Sie sind Teil übergreifender Forschungs- und Demonstrationsvorhaben, wie sie die Clean Energy Partnership in Deutschland umsetzt. Ziel ist eine alltagsnahe Erprobung der Wasserstofftechnologie, vor allem an den vielen Schnittstellen zwischen Fahrzeugtechnik, Wasserstoffproduktion und Tankstellen-Infrastruktur.

Wie funktioniert eine Wasserstoff-Zapfsäule? Welche ordnungsrechtlichen Schritte sind zu ihrer Errichtung nötig? Wie kann Betriebssicherheit gewährleistet und zertifiziert werden? Wie kann die Wasserstoff-Produktion aus erneuerbaren Energien sichergestellt werden?
Autohersteller, Energieversorger, Infrastruktur- und Nahverkehrs-Unternehmen arbeiten eng zusammen mit der öffentlichen Hand, um diese Fragen zu beantworten. Und eine gemeinsame Vision zu gestalten: Emissionsfreie Mobilität mit Wasserstoff.

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