Energieträger Wasserstoff
Wasserstoff ist einer der Grundbausteine unseres Universums und nahezu überall vorhanden. Er ist in Pflanzen und Tieren, am Himmel, in der Erde und natürlich im Wasser. In chemisch reiner Form, als Wasserstoffgas, kommt er allerdings kaum in der Natur vor. Um reinen Wasserstoff herzustellen, muss man Energie aufwenden. Und damit beginnt sein eigentliches Geheimnis. Denn diese Energie kann kontrolliert wieder freigesetzt werden: als Strom und Wärme. Als Reaktionsprodukt entsteht dabei chemisch reines Wasser. Anders gesagt: Wasserstoff ist ein idealer Energieträger.
Besonders zum Tragen kommen seine Eigenschaften im Zusammenhang mit den erneuerbaren Energien. Denn auf Grundlage dieser Energien produzierter Wasserstoff wäre ein „grünes Erdöl“: Unbegrenzt vorhanden bzw. erneuerbar im Wortsinne und völlig emissionsfrei in der Verwendung als Kraftstoff für Fahrzeuge oder Brennstoff bei der Wärmeerzeugung. Damit diese Vision Realität werden kann, ist jedoch noch viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit notwendig. Nur wenn insgesamt der Energiebedarf unserer Gesellschaft sinkt, ist eine emissionsfreie Bereitstellung heute vorstellbar. Eine mögliche Grundlage dafür ist die Wasserstofftechnologie.
Gemeinsam mit der Industrie fördert die Bundesregierung daher die anwendungsnahe Forschung für Antriebssysteme und stationäre Energiesysteme mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien. Den Fahrplan dafür formuliert das Nationale Innovationsprogramm für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP).