Pläne der Fahrzeugindustrie

Auch die Fahrzeughersteller haben sich zu neuen Antriebssystemen positioniert. Aufbauend auf den erfolgreichen Demonstrationseinstätzen beispielsweise in der Clean Energy Partnership, haben sich 2006 die großen Fahrzeughersteller BMW, Daimler, Ford, GM, MAN und Volkswagen in einem gemeinsamen Positionspapier mit TOTAL und Shell auf einen Aktionsplan zur Einführung der Wasserstoffmobilität in Europa verständigt. Nach einer Phase der weiteren technologischen Optimierung und dem Ausbau von europäischen Leuchtturmprojekten, soll demnach die kommerzielle Vermarktung von Wasserstoff-Fahrzeugen ab 2015 beginnen.

Im September 2009 wurde dies in einem weiteren „Letter of Understanding“ noch einmal bestätigt: Daimler, Ford, GM/Opel, Honda, Hyundai/Kia, Renault/Nissan sowie Toyota haben sich darin auf einen Plan zur Entwicklung und internationalen kommerziellen Markteinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen ab 2015 verständigt. Zu diesem Zeitpunkt wird auch von einer grundlegenden Infrastruktur zur Betankung mit Wasserstoff ausgegangen – zunächst in Metropolregionen und Verbindungskorridoren, später flächendeckend. Deutschland, die USA, Japan und Korea sind dafür als die Startpunkte identifiziert.

Mit zunehmenden Fortschritten in der Batterietechnik und dem großen Markterfolg von Hybridautos – durchaus eine Brückentechnologie zu nennen – ist die batteriebetriebene Elektromobilität ins Zentrum der Aufmerksamkeit gekommen. Die ersten reinen Elektrofahrzeuge deutscher Hersteller werden ab 2012 auf dem Markt sein. Dabei ist die Frage der wirtschaftlichen Vermarktung noch weitgehend offen. Erste Märkte werden im gewerblichen Flotteneinsatz und in Carsharing-Modellen gesehen. Auch gibt es bereits Kombi-Angebote von Fahrzeugherstellern und Energieversorgern, die den Aufbau einer Ladeinfrastruktur anschieben könnten.