Konzepte zur Ladesäuleninfrastruktur
Mit dem Förderschwerpunkt „Elektromobilität in Modellregionen“ ist der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Batteriefahrzeuge großflächig angestoßen worden. In acht Modellregionen wurden in unterschiedlichsten Projektkonsortien gleichermaßen öffentliche, halböffentliche und private Ladepunkte errichtet und Rahmen von verschiedenen Demonstrationsvorhaben erprobt. Insgesamt rund 1700 Ladepunkte sind so bundesweit aufgebaut worden. Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen die technische Optimierung des Ladevorgangs ebenso wie der ordnungsrechtliche Rahmen zur Errichtung öffentlicher Ladepunkte und schließlich die Entwicklung und Erprobung unterschiedliche Zugangs- und Abrechnungssysteme.
Die dabei gesammelten Erfahrungen sind in der übergeordneten Plattform Infrastruktur des Förderschwerpunktes gesammelt und aufbereitet worden. In enger Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privatwirtschaftlichen Akteuren konnten so entscheidende Ergebnisse in diesem Bereich erzielt werden. Die Veröffentlichung „Praxisleitfaden - Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für Genehmigungsbehörden und Antragsteller“ stellt die wesentlichen Erkenntnisse vor und sorgt für Transparenz in den Bereichen Planung, Genehmigung und technische Umsetzung, ergänzt durch Best Practices aus den Projekten der Modellregionen. Einen Einblick in die Komplexität des Infrastrukturaufbaus gibt auch die Publikation „Szenarien zum Infrastrukturaufbau für Elektromobilität - Ergebnisse aus Expertenworkshops der Plattform Infrastruktur“.
Wenn auch noch keine flächendeckenden Bedarfsanalysen und durchgängigen Analysen der Nutzungsintensität aller Infrastruktur vorliegen, lässt sich ein weiteres zentrales Ergebnis festhalten: Erstmalig konnte in den Modellregionen die Anforderung widerlegt werden, dass bereits zum Zeitpunkt der frühen Markteinführung von Elektrofahrzeugen eine flächendeckende Infrastruktur vorhanden sein müsse. Ausgehend von den ersten Anwendungsfeldern für Elektrofahrzeuge, zum Beispiel im städtischen Liefereinsatz oder als privat genutztes Pendlerfahrzeug, zeigten sich die Nutzer erstaunlich unabhängig von öffentlichen Lademöglichkeiten.