Einführung neuer Antriebe
Der Verkehr ist ein komplexes System. Die unterschiedlichsten Fahrzeuge für die unterschiedlichsten Anwendungen sind global im Einsatz. Dennoch herrscht seit beinahe einhundert Jahren bemerkenswerte Einigkeit über die Frage des Antriebs: Fast alle unsere Autos fahren mit einem Verbrennungsmotor und verwenden dafür einen Kraftstoff auf Erdölbasis. Selbst der Schienenverkehr ist vielerorts auf Dieselkraftstoff angewiesen. Diese Vorherrschaft der fossilen Antriebe zu ändern, ist eine große Aufgabe.
Die Umstellung auf alternative Antriebe und regenerative Kraftstoffe ist dringend notwendig. Schritt für Schritt werden sie in den kommenden Jahrzehnten Einzug halten in das Gesamtsystem Verkehr. Elektromobilität, batteriebetrieben und auf Basis von Wasserstoff und Brennstoffzellen, bringt das Potenzial mit, langfristig weite Teile des Individual- und Lieferverkehrs abdecken zu können. Doch wie kann die dazu notwendige Infrastruktur von Ladesäulen und Wasserstofftankstellen aufgebaut werden, solange es nur wenige Fahrzeuge gibt, die sie benötigen? Wie kann umgekehrt ein neuer Fahrzeugmarkt entstehen, wenn es keine Möglichkeiten gibt, die Fahrzeuge zu betanken?
Antworten auf diese Fragen gestaltet die Bundesregierung durch gezielte Förderung dieser Mobilitätsformen über mehrere Stufen. Beginnend bei der Fahrzeug- und Technologieentwicklung über die Initiierung von vorwettbewerblichen und branchenübergreifenden Kooperationen bis hin zur Marktvorbereitung durch umfangreiche Demonstrationsvorhaben. Begleitforschung und Roadmapping-Prozesse ergänzen diese Projektförderungen systematisch. Der Förderschwerpunkt „Elektromobilität in Modellregionen“ und das „Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ (NIP) setzen den Rahmen dafür.