Windenergie für den Straßenverkehr

Ziel ist eine saubere Mobilität der Zukunft durch den Einsatz von erneuerbaren Energien auch im Straßenverkehr. Hier ist die Windkraft eine vielversprechende Quelle und die Speicher Batterie und Wasserstoff auch eine Unterstützung beim Ausgleich von fluktuierenden Lasten.

Verkehr und Energie

Die nachhaltige Versorgung unserer Gesellschaft mit Energie ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einer dringenden Herausforderung geworden. Zwei Strategien müssen zu ihrer Bewältigung kombiniert werden: die Steigerung der Energieeffizienz und ein Wechsel zu erneuerbaren Energien. Die Abkehr von der Nutzung fossiler Energieträger ist dabei der wichtigste Schritt: zur Vermeidung von Treibhaus-Emissionen und um zukünftigen Engpässen vorzubeugen – denn die fossilen Ressourcen sind endlich.

Heute dominieren Kohle und Erdöl unsere Energieversorgung und den Verkehr. Beide Einsatzfelder sind dabei weitgehend getrennt voneinander. Doch warum ist das so? Erste Ansätze zeigen:  Wenn Verkehr und die Versorgung mit Strom und Wärme als Einheit gedacht werden, ergeben sich Synergien. Die Energieeffizienz steigt und der Verbrauch insgesamt kann reduziert werden. Bereits in Ansätzen verwirklicht ist dabei die Kombination von Strom- und Wärmeerzeugung, zum Beispiel durch Kraft-Wärme-Kopplung im Kraftwerk, Nah- und Fernwärmenetze.

Es bleibt der Verkehr. Dieser trägt im Jahr 2009 bereits rund 30 Prozent zum Endenergieverbrauch in Deutschland bei. Diese Energie wird derzeit nahezu ausschließlich durch Erdölprodukte bereitgestellt. Offensichtlich bedarf es völlig neuer Antriebskonzepte, diesen Bedarf anderweitig zu decken. Es bietet sich dadurch auch eine Chance: Den Verkehrssektor in ein Gesamtsystem der Energieversorgung zu integrieren.

Das Ziel ist klar: Langfristig sollen Strom, Wärme und Verkehr ihre Energie ausschließlich aus regenerativen Quellen schöpfen. Schlüsseltechnologien auf diesem Weg sind die moderne Batterietechnik und Wasserstoff. Denn beide haben das Potenzial, erneuerbare Energien in großem Maßstab zu speichern und zu transportieren. So tragen sie einerseits dazu bei, die erneuerbaren Energien für die Stromversorgung planbar zu machen. Andererseits kann auf diese Weise gespeicherte Energie auch zum Antrieb von unterschiedlichsten Fahrzeugen verwendet werden – sie ist mobil geworden. 

Die Bundesregierung fördert daher integrative Konzepte der Energieversorgung und die Weiterentwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Den Rahmen dazu gibt zum einen das 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung und darin das „Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ (NIP), das von den Bundesministerien für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Wirtschaft und Technologie (BMWi), Bildung und Forschung (BMBF) sowie Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gemeinsam formuliert wurde.